Solingen fordert faire Finanzierung für die Rettungsdienste der Zukunft
Angelina ReinhardtSolingen fordert faire Finanzierung für die Rettungsdienste der Zukunft
Solingen begrüßt die geplanten Bundesreformen zur Finanzierung der Notfallversorgung. Die Stadt besteht darauf, dass alle Rettungsdienste im Rahmen eines neuen Systems voll erstattet werden müssen. Beamte argumentieren, dass das aktuelle Modell die Realitäten der modernen Notfallmedizin nicht widerspiegelt.
Die Stadt weist Vorwürfe zurück, wonach die Kommunen durch den Ausbau von Dienstleistungen für steigende Kosten verantwortlich seien. Sie betont, dass die Standards der Notfallversorgung durch gesetzlich vorgeschriebene Pläne festgelegt werden und nicht durch lokale Entscheidungen. Ein für 2026 ausgehandelter Kompromiss zwischen kommunalen Spitzenverbänden und Krankenkassen wird lediglich als kurzfristige Lösung angesehen.
Streitigkeiten entstehen häufig wegen Fehleinsätze, bei denen Rettungswagen ausrücken, aber keine Patienten transportiert werden. Solingen macht deutlich, dass die moderne Notfallversorgung heute auch die Vor-Ort-Behandlung durch Rettungssanitäter und Ärzte umfasst – und nicht nur den Transport ins Krankenhaus. Die Stadt warnt zudem davor, die anstehende Phase der Qualitätssicherung als Vorwand für Kostensenkungen statt für Serviceverbesserungen zu nutzen.
Ziel Solingens ist es, eine schnelle, flächendeckende und hochwertige Notfallversorgung für seine Bürger zu gewährleisten. Die Stadt ist der Ansicht, dass die Finanzierungsdebatte nicht allein auf die kommunale Ebene abgewälzt werden darf. Gefordert wird ein System, das den gesamten Umfang der notfallmedizinischen Leistungen fair abdeckt.






