Silvester in Essen: Friedliche Feiern, aber Angriffe auf Einsatzkräfte erschüttern die Stadt
Margit AtzlerSilvester in Essen: Friedliche Feiern, aber Angriffe auf Einsatzkräfte erschüttern die Stadt
Essens Silvesterfeiern verliefen weitgehend ohne größere Zwischenfälle, wie Oberbürgermeister Thomas Kufen mitteilte. Während die meisten Bürgerinnen und Bürger die Nacht friedlich begingen, gab es vereinzelt Vorfälle, darunter Angriffe auf Einsatzkräfte. Kufen lobte das Krisenmanagement der Stadt und betonte die Bedeutung mobiler Videoüberwachung für die Aufrechterhaltung der Ordnung.
Die Polizei setzte im Südostviertel in der Nähe des Wasserturms mobile Kameras ein. Die Maßnahme diente der Beobachtung der Menschenmengen und sollte mögliche Störungen im Keim ersticken. Kufen bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Polizei und Feuerwehr als reibungslos und effektiv.
Der Oberbürgermeister verurteilte zudem die Angriffe auf Rettungskräfte scharf. Ein solches Verhalten sei inakzeptabel und werde nicht geduldet, erklärte er. Gleichzeitig dankte er allen Einsatzkräften, die in der Silvesternacht für die Sicherheit der Feiernden sorgten.
Bei den Aufräumarbeiten nach den Feierlichkeiten wurde die Stadt von der Essener Betriebsgesellschaft für Entsorgung (EBE) unterstützt. Kufen zeigte sich erkenntlich für den zügigen Einsatz bei der Wiederherstellung der öffentlichen Flächen. Mit Blick auf die Zukunft forderte er die Landesregierung auf, Kommunen mehr Spielraum für den Einsatz mobiler Überwachungstechnik in Gefahrenzonen zu gewähren – und zwar ohne langwierige Genehmigungsverfahren.
Die Mehrheit der Essener Bürger habe verantwortungsvoll gefeiert, hob Kufen hervor. Dennoch bleiben die Attacken auf Einsatzkräfte und die Forderung nach flexibleren Überwachungsmöglichkeiten zentrale Herausforderungen. Seine Äußerungen deuten darauf hin, dass die Stadt künftig mehr Entscheidungsbefugnis bei Sicherheitsmaßnahmen anstrebt.






