Rheinmetalls Aktie fällt trotz Milliardenauftrag für italienische Kampffahrzeuge
Halil KramerRheinmetalls Aktie fällt trotz Milliardenauftrag für italienische Kampffahrzeuge
Rheinmetalls Aktienkurs gibt weiter nach – trotz Großauftrag in Italien
Der Aktienkurs von Rheinmetall ist erneut gefallen und verlor 1,2 %, nachdem er am Vortag bereits um 2,5 % eingebrochen war. Mit dem jüngsten Rückgang erreichte die Aktie ein neues Tief von 1.707 Euro – trotz einer durchschnittlichen Kursziel-Prognose der Analysten von rund 2.150 Euro. Unterdessen hat das Joint Venture des Konzerns mit dem italienischen Rüstungskonzern Leonardo gerade einen bedeutenden Auftrag der italienischen Armee an Land gezogen.
Das Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und Leonardo wird 21 hochmoderne Kampffahrzeuge an die italienischen Streitkräfte liefern. Der Deal markiert den ersten großen Auftrag im Rahmen einer vor etwa einem Jahr bekannt gegebenen Millardenvereinbarung. Die italienische Regierung hatte im Zuge der weiteren Zusammenarbeit bereits Bestellungen im Volumen von 20 Milliarden Euro platziert.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger hatte Investoren kürzlich versichert, dass ein Umsatzrückgang von 4 % in der ersten Jahreshälfte bis zum Jahresende vollständig ausgeglichen werde. Zudem steht am 6. November die Veröffentlichung der Quartalszahlen an, wobei mit starken Ergebnissen und einer Anhebung der Prognosen gerechnet wird.
Trotz der positiven Auftragsnachricht setzte sich der Abwärtstrend der Aktie fort, die damit ein neues Rekordtief erreichte. Die Analysten bleiben jedoch optimistisch: Ihr durchschnittliches Kursziel liegt deutlich über dem aktuellen Börsenkurs.
Der neue Großauftrag festigt Rheinmetalls Position bei europäischen Rüstungsgeschäften. Nun richten sich die Blicke der Anleger auf den anstehenden Quartalsbericht am 6. November. Sollten die Prognosen wie erwartet nach oben korrigiert werden, könnte dies die Stimmung am Markt zugunsten der schwächelnden Aktie wenden.






