Radfahrer rast mit 59 km/h durch 30er-Zone – und ein 7.500-Euro-Bußgeld-Irrtum schockt Nachrodt-Wiblingwerde
Angelina ReinhardtRadfahrer rast mit 59 km/h durch 30er-Zone – und ein 7.500-Euro-Bußgeld-Irrtum schockt Nachrodt-Wiblingwerde
Geschwindigkeitskontrolle in Nachrodt-Wiblingwerde: Radfahrer rast mit fast doppelter Höchstgeschwindigkeit – und ein Bußgeld-Irrtum sorgt für Aufsehen
Eine kürzliche Geschwindigkeitskontrolle in Nachrodt-Wiblingwerde hat einen Radfahrer erwischt, der fast doppelt so schnell unterwegs war wie erlaubt. Die Überprüfungen, die in der Nähe einer Schule, einer Sporthalle und eines Schwimmbads durchgeführt wurden, brachten zudem einen groben Abrechnungsfehler ans Licht: Ein Autofahrer wurde mit 7.500 Euro statt mit 75 Euro belastet. Die Aktion zeigte einmal mehr, dass Tempolimits für alle Verkehrsteilnehmer gelten – auch für Radfahrer –, wenn auch die Strafen unterschiedlich ausfallen.
Am 18. März 2026 kontrollierte die Polizei zwischen 13:30 und 17:00 Uhr auf der Wiblingwerder Straße die Geschwindigkeiten. Mit der ESO-Methode erfassten die Beamten 587 Fahrzeuge. Davon erhielten 52 eine Verwarnung, 18 einen Verwarngeldbescheid wegen Ordnungswidrigkeiten, und einem Fahrer droht ein Fahrverbot. Der schwerwiegendste Verstoß kam von einem Auto aus dem Märkischen Kreis, das in einer 30er-Zone mit 72 km/h gemessen wurde.
Auch ein Radfahrer wurde mit 59 km/h erfasst – deutlich über dem erlaubten Tempo. Zwar wurde er vor Ort nicht angehalten, doch solche Geschwindigkeiten können zu Verwarnungen oder Bußgeldern zwischen 15 und 35 Euro führen. Besonders in Schulnähe werden Radfahrer oft strenger überwacht, und bei Wiederholungstaten kann es sogar zu einem Punkt in Flensburg kommen, wenn eine konkrete Gefährdung nachgewiesen wird.
Bei der Aktion kam zudem ein schwerwiegender Verwaltungsfehler ans Licht: Ein Tippfehler führte dazu, dass ein Autofahrer statt 75 Euro ganze 7.500 Euro zahlen sollte. Solche Pannen – zusammen mit gefälschten Schildern und falschen Bescheiden – haben in den letzten Monaten für ungewöhnliche Fälle bei Blitzer-Kontrollen gesorgt.
Die Ergebnisse der Kontrolle zeigen, dass sowohl Autofahrer als auch Radfahrer in sensiblen Bereichen zu schnell unterwegs sind. Zwar blieb der Radfahrer vorerst ohne direkte Konsequenzen, doch die Aktion unterstreicht, dass Tempolimits für alle gelten. Der Abrechnungsfehler wiederum erinnert daran, welche Risiken administrative Fehler in der Verkehrsüberwachung bergen können.






