18 March 2026, 04:23

Oktoberfest-Chaos: Wie Anwohner unter Trunkenheit und Vandalismus leiden

Eine große Gruppe von Menschen sitzt an Tischen unter einem Zelt auf dem Oktoberfest in München, Deutschland, mit Taschen und Gegenständen auf den Tischen und festlicher Décoration im Hintergrund.

Oktoberfest-Chaos: Wie Anwohner unter Trunkenheit und Vandalismus leiden

Martin Stanek, ein Münchner Anwohner in der Nähe des Oktoberfestgeländes, schildert das Chaos, mit dem er Jahr für Jahr während des Volksfests konfrontiert wird. 16 Tage lang – von Ende September bis Anfang Oktober – verwandelt sich seine Nachbarschaft in einen Brennpunkt für rücksichtsloses Verhalten, Sachbeschädigungen und öffentliche Belästigung. Stanek berichtet von Szenen betrunkener Exzesse, Vandalismus und einer vollständigen Missachtung der Anwohner.

Das Münchner Oktoberfest dauert traditionell genau 16 Tage – es beginnt samstags Ende September und endet am ersten Sonntag im Oktober. 2025 findet es vom 20. September bis 5. Oktober statt, entsprechend einer langjährigen Praxis, die auf maximale Besucherzahlen und effiziente Abläufe abzielt.

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Staneks Zuhause, nur wenige Schritte vom Festgelände entfernt, ist während dieser Zeit kaum wiederzuerkennen. Er hat erlebt, wie Besucher auf Gehwegen urinierten und koteten – sogar direkt vor seiner Haustür. Betrunkene Festgäste liegen oft bewusstlos auf dem Bürgersteig, sodass er über sie steigen muss, um sein Haus zu verlassen. Manche übernachten sogar in der Tiefgarage seines Wohnblocks.

Sachbeschädigungen gehören ebenfalls zum Alltag: Blumenkübel werden herausgerissen, Flaschen zerschlagen, Zäune ignoriert. Ein Nachbar versuchte vergeblich, seinen Vorgarten abzusperren – die Besucher drangen trotzdem ein. Trotz der anhaltenden Probleme hat Stanek die Vorfälle bisher nicht über das offizielle Meldeportal der Stadt München, machmuenchenbesser.de, gemeldet.

Besonders eskaliert die Lage, wenn prominente Gäste auftauchen. Stanek hat bereits die Kaulitz-Brüder gesichtet, dazu betrunkene Fußballspieler und Wirte, die für Unruhe sorgten. Er fordert nun schärfere Polizeikontrollen, darunter Fahrverbote für Taxis und Fahrradrikschas in Wohnstraßen.

Staneks Erlebnisse zeigen, welchen Belastungen die Anwohner durch das Oktoberfest ausgesetzt sind. Das 16-tägige Spektakel bringt Menschenmassen, Lärm und Störungen mit sich – die Nachbarn bleiben mit den Folgen zurück. Ohne strengere Regularien dürften sich die Probleme in den kommenden Jahren wiederholen.

Quelle