23 April 2026, 14:45

Nur jeder Zweite bekommt noch Weihnachtsgeld – Tarifbindung bricht ein

Eine Liniendiagrammdarstellung der Löhne in den Vereinigten Staaten mit begleitendem Text.

Weihnachtsgeld für alle - breite Spanne - Nur jeder Zweite bekommt noch Weihnachtsgeld – Tarifbindung bricht ein

Weniger als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer erhielt im vergangenen Jahr ein Weihnachtsgeld – das geht aus neuen Zahlen hervor. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in Düsseldorf veröffentlichte die Daten, die einen Rückgang der Tarifbindung im gesamten Land zeigen. Arbeitsminister Karl-Josef Laumann stellte die Ergebnisse diese Woche in derselben Stadt vor.

Laut dem Bericht erhielten 2023 nur 52 Prozent der Beschäftigten bundesweit ein Weihnachtsgeld. In Deutschland gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf solche Zahlungen, sodass viele Arbeitnehmer in der Weihnachtszeit ohne zusätzliche Einnahmen auskommen müssen.

Arbeitnehmer, die unter Tarifverträge fallen, haben deutlich bessere Chancen auf eine Sonderzahlung. In Nordrhein-Westfalen sind 55 Prozent der Beschäftigten tarifgebunden – mehr als der Bundesdurchschnitt von 49 Prozent. Doch selbst dort ist die Tarifbindung seit 2018 von 60 Prozent gesunken.

Die Höhe des Weihnachtsgelds variiert stark je nach Branche. In der Landwirtschaft erhalten Arbeitnehmer teilweise nur 255 Euro, während Beschäftigte in der chemischen Industrie bis zu 130 Prozent eines Monatsgehalts bekommen. In einigen Sektoren, etwa bei Teilen der Belegschaft in Nordrhein-Westfalen, ist sogar eine volle dreizehnte Gehaltszahlung garantiert.

Der Rückgang der Tarifbindung bedeutet, dass immer weniger Arbeitnehmer Anspruch auf Weihnachtsgeld haben. Nordrhein-Westfalen liegt zwar noch über dem Bundesschnitt, doch auch dort ist die Quote über die Jahre gesunken. Ohne gesetzliche Regelungen müssen nun viele Beschäftigte die Feiertage ohne finanzielle Extraunterstützung bestreiten.

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