02 May 2026, 04:25

NRW-Experten entschärfen jährlich Hunderte Bomben und Pyrotechnik mit Hightech-Robotern

Männer in Helmen und Handschuhen entschärfen eine große Bombe in einer Fabrik mit Maschinen und Text an der Wand.

NRW-Experten entschärfen jährlich Hunderte Bomben und Pyrotechnik mit Hightech-Robotern

Nordrhein-Westfalens Kampmittelräumdienste entschärfen jährlich Hunderte gefährliche Altlasten

Die Sprengstoffentschärfer des Landes kommen jedes Jahr zu Hunderten riskanten Einsätzen. Die seit 1981 aktive LKA-Spezialeinheit USBV (Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen) ist heute für alles zuständig – von Kriegsrelikten bis zu Pyrotechnik, die in Stadien oder bei Durchsuchungen gefunden wird. Parallel dazu konzentriert sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) des Landes darauf, Munition vor Baubeginn zu beräumen.

Das 15köpfige USBV-Team des Landeskriminalamts wird jährlich zu rund 800 Einsätzen gerufen. Davon entfallen etwa 300 auf die Entschärfung scharfer Bomben. Ihr Aufgabenbereich hat sich längst über historische Kriegsmunition hinaus ausgeweitet: Immer häufiger müssen sie auch pyrotechnische Gegenstände sichern, die bei Polizeieinsätzen oder sogar in Fußballstadien auftauchen.

Um die Gefahren zu minimieren, setzt das Team auf ferngesteuerte Roboter, die jeweils 300 Kilogramm wiegen. Diese Maschinen reduzieren das Risiko beim Umgang mit instabilen Sprengkörpern erheblich. Bei besonders heiklen Einsätzen kommen Spezialisten wie Andreas Otte zum Einsatz – geschützt durch hochmoderne Schutzanzüge.

Otte, ausgebildeter Sprengstoffexperte und Ermittler beim LKA Nordrhein-Westfalen, trägt bei seinen Einsätzen einen Entschärferanzug, der rund 40 Kilogramm wiegt und mindestens 60.000 Euro kostet. Das Anlegen dauert – mit Hilfe – etwa 15 Minuten.

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Derweil leistet der KBD entscheidende Vorarbeit: Allein 2024 beseitigte der Dienst 7.266 explosive Altlasten im gesamten Landesgebiet. Dadurch wird sichergestellt, dass Baustellen vor Arbeitsbeginn frei von Blindgängern sind.

Sowohl das LKA als auch der KBD passen ihre Methoden kontinuierlich an neue Bedrohungen an. Mit modernster Ausstattung – von schweren Räumrobotern bis zu verstärkten Schutzanzügen – bewältigen sie alles: von historischen Bomben bis zu aktueller Pyrotechnik. Ihre Arbeit bleibt unverzichtbar, um Nordrhein-Westfalen vor explosiven Gefahren zu schützen.

Quelle