15 May 2026, 20:27

Neuer Führungskurs: Die Linke im Rheinisch-Bergischen Kreis wählt Doppelspitze nach internen Krisen

Weißer Hintergrund mit zentrierter fetter schwarzer Schrift, die "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" enthält, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand.

Neuer Führungskurs: Die Linke im Rheinisch-Bergischen Kreis wählt Doppelspitze nach internen Krisen

Die Linke im Rheinisch-Bergischen Kreis hat nach einer Phase innerparteilicher Konflikte eine neue Führung gewählt. Kolja Pfeiffer und Iwona Winterscheid wurden mit deutlicher Unterstützung zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt und lösen damit das bisherige Team ab. Der Wechsel folgt auf finanzielle Streitigkeiten und ein verlorenes Vertrauen in den bisherigen Vorstand.

Jahre lang war Tomás Santillán eine prägende Figur in den Kreisverbänden der Linken in Rhein-Berg und Bergisch Gladbach. Doch seine Amtszeit endete abrupt, als er gemeinsam mit den Co-Vorsitzenden Sylke Heisterhagen und Hale Bagherzadeh vom regionalen Vorstand zurücktrat. Santillán räumte die Verantwortung für das ein, was er als „finanzielles Chaos“ bezeichnete, und äußerte die Hoffnung, dass der neue Vorstand die anstehenden Probleme lösen werde.

Die Kreisversammlung lehnte den von Santillán vorgelegten Finanzbericht wegen formaler und inhaltlicher Mängel ab. Statt persönlich an der Sitzung teilzunehmen, schickte er eine ausführliche Pressemitteilung als „Bericht des Vorstands“. Sein unkonventionelles Vorgehen und exzentrisches Verhalten hatten bereits zuvor für Spannungen in der Partei gesorgt.

Während der Versammlung stimmten die Mitglieder zudem gegen die Entlastung von Santillán, Heisterhagen, Bagherzadeh und dem bisherigen Schatzmeister Klaus Reuschel-Schwitalla. Kolja Pfeiffer, einer der neuen Sprecher, bestätigte, dass die Arbeit des Vorstands scharfer Kritik ausgesetzt war. Die Position des Schatzmeisters übernahm Marcel Scharge, der sich mit einem deutlichen Votum von 40:0 gegen Reuschel-Schwitalla durchsetzte.

Der Führungswechsel markiert das Ende von Santilláns langjährigem Einfluss in der regionalen Partei. Mit Pfeiffer, Winterscheid und Scharge an der Spitze will Die Linke die finanziellen Auseinandersetzungen und internen Gräben hinter sich lassen. Der neue Vorstand wird sich in den kommenden Monaten darauf konzentrieren, die Organisation nach einer Phase der Unsicherheit zu stabilisieren.

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