17 March 2026, 06:25

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenz-Trend mit Rekordrückgang und kluger Wirtschaftspolitik

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit begleitendem Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenz-Trend mit Rekordrückgang und kluger Wirtschaftspolitik

Mönchengladbach schwimmt gegen den Bundestrend an: Die Stadt verzeichnet einen deutlichen Rückgang der Insolvenzfälle. Während in weiten Teilen Deutschlands die finanziellen Schwierigkeiten zunehmen, sank die Zahl der Insolvenzverfahren in Mönchengladbach im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent. Dies steht in krassem Gegensatz zu den Nachbarregionen, wo die Steigerungsraten zwischen 6 und 19 Prozent lagen.

Die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Stadt zeigt sich besonders in den rückläufigen Zahlen: Unternehmensinsolvenzen gingen um 8,0 Prozent zurück, Verbraucherinsolvenzen sogar um 9,0 Prozent. Verantwortliche führen dies auf langfristige Stabilität zurück – etwa die seit 2016 unveränderte Gewerbesteuer, die lokale Betriebe entlastet.

In den letzten fünf Jahren hat Mönchengladbach massiv in das Wirtschaftswachstum investiert. Projekte wie die 150-Millionen-Euro-Erweiterung des Gewerbeparks Nord schufen neue Logistikflächen, während 20 Millionen Euro für die Digitalisierung den Maschinenbau stärkten. Weitere 80 Millionen flossen in das Biotech- und Gesundheitszentrum HealthCity, das 5.000 Arbeitsplätze schuf und die Arbeitslosigkeit von 8,2 auf 6,1 Prozent senkte.

Die Stadt setzt zudem auf zukunftsweisende Initiativen: Der Wissens- und Innovationscampus, die Textilfabrik 7.0 und ein neuer Industriepark am Flughafen sollen den Aufschwung sichern. Diese Maßnahmen haben die lokale Wirtschaft diversifiziert – Branchen wie Logistik, Gesundheitswesen und moderne Dienstleistungen erweisen sich als weniger anfällig für Insolvenzrisiken.

Auf Bundesebene sieht die Lage dagegen düster aus. Unternehmensinsolvenzen stiegen deutschlandweit um 8 bis 10 Prozent, in Nordrhein-Westfalen sogar um 23,4 Prozent im Jahr 2024. Mönchengladbachs Rückgang um 7,8 Prozent katapultiert die Stadt hingegen auf Platz 27 im IW-Dynamikranking 2024, das die Wirtschaftskraft von 401 deutschen Regionen misst.

Mit einer stabilen Gewerbesteuer und gezielten Investitionen hebt sich Mönchengladbach in einer Phase weitverbreiteter finanzieller Belastungen positiv ab. Die 15-prozentige Steigerung der Beschäftigtenzahlen im Gesundheitssektor und die gesunkene Arbeitslosigkeit unterstreichen den Erfolg der langfristigen Strategie. Dank laufender Projekte in Innovation und Infrastruktur rechnen Verantwortliche auch in den kommenden Jahren mit anhaltender Stabilität.

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