24 May 2026, 12:25

Migrationsberatung in Hamm steht vor dem Aus – Politik muss jetzt handeln

Migration Counseling Action Day in Hamm

Migrationsberatung in Hamm steht vor dem Aus – Politik muss jetzt handeln

Migrationsberatungsdienste in Hamm kämpfen mit finanzieller Not – Programme müssen gestrichen werden

Am 1. Oktober lenkte ein bundesweiter Aktionstag den Blick auf die Herausforderungen der Migrationsberatung in Hamm – und zeigte gleichzeitig Erfolgsgeschichten von Menschen, die von den Angeboten profitiert haben. Lokale und Bundespolitiker nahmen an der Diskussion teil, um über die drängenden Finanzierungsprobleme zu sprechen.

Veranstaltet wurde der Tag im DRK-Heim in Bockum-Hövel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Beide Organisationen präsentierten zwar ihre aktuellen Dienstleistungen, wiesen aber auch auf Programme hin, die wegen fehlender Mittel bereits zurückgefahren werden mussten.

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Im Rahmen der Aktion berichteten Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten, die Beratungsangebote in Anspruch genommen hatten, von ihren positiven Integrationserfahrungen. Vertreter aus Kommunal- und Bundespolitik, darunter der Bundestagsabgeordnete Michael Thews (SPD), hörten sich die Schilderungen an und diskutierten über mögliche Lösungen.

Thews räumte die finanziellen Engpässe ein und versprach, sich für verlässlichere Fördermittel einzusetzen. Er betonte die Notwendigkeit von Planungssicherheit, um die Arbeit langfristig zu sichern. Svetlana Dittmar von der AWO verwies unterdessen darauf, wie wichtig gestrichene Jugendprogramme einst waren – etwa um Schülerinnen und Schüler an Schulen und Berufskollegs zu erreichen.

Die Veranstaltung war auch ein direkter Appell an die Politik. Die Organisatoren forderten die Verantwortlichen auf, stabile Finanzierungen zu garantieren, um weitere Kürzungen zu verhindern und die Fortführung der unverzichtbaren Migrationsdienste zu sichern.

Der Aktionstag in Hamm machte deutlich: Die Beratungsstellen können sowohl Erfolge vorweisen als auch finanzielle Nöte. Da bereits Programme eingestellt wurden und weitere auf der Kippe stehen, wird der Ruf nach sicheren Fördergeldern immer dringlicher. Die Politik steht nun unter Zugzwang, bevor noch mehr Angebote wegbrechen.

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