Marderhund-Plage im Münsterland: Jäger schlagen Alarm nach Rekordabschüssen
Margit AtzlerMarderhund-Plage im Münsterland: Jäger schlagen Alarm nach Rekordabschüssen
Jäger im Münsterland haben seit Saisonbeginn am 1. April bereits über 70 Marderhunde erlegt – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als in derselben Region nur 26 Tiere getötet wurden. Die örtlichen Behörden ergreifen nun Maßnahmen, um die wachsende Bedrohung durch diese invasive Art einzudämmen.
Der ursprünglich aus Nordamerika stammende Marderhund hat sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant in Deutschland ausgebreitet. Im Landkreis Heidekreis sind die Bestände derart angestiegen, dass lokale Bemühungen allein die Population nicht mehr kontrollieren können. Die Tiere bedrohen heimische Wildtiere, indem sie Nester von Vögeln, Eichhörnchen und anderen Arten besetzen.
Peter Westermann, Vorsitzender des örtlichen Jägerverbandes, zeigt sich besorgt über die Entwicklung. Er warnt davor, dass ein falscher Umgang mit Wildtieren – etwa durch Fütterung – das Problem noch verschärfen könne. Solches Verhalten führe häufig zu Nachbarschaftsstreitigkeiten und Sachschäden.
Als Reaktion hat der Landkreis nun finanzielle Unterstützung für Jägergruppen zugesagt. Ziel ist es, die Bestände des Marderhunds wirksamer zu regulieren und seine Auswirkungen auf das lokale Ökosystem zu verringern.
Die aktuellen Abschusszahlen belegen einen klaren Anstieg der Marderhund-Population in diesem Jahr. Mit den nun bereitgestellten Mitteln des Landkreises wollen die Jägerverbände ihre Anstrengungen intensivieren. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Kontrolle der Art, um heimische Wildtiere zu schützen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.






