29 April 2026, 05:15

Marathon-Theater feiert Comeback beim Theatertreffen 2024

Offenes Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" mit sichtbarem Text und einem Logo auf der Seite.

Marathon-Theater feiert Comeback beim Theatertreffen 2024

Theatertreffen: Der Marathon-Trend kehrt zurück

Das Theatertreffen, das jährlich vom 1. bis 17. Mai stattfindet, präsentiert die herausragendsten Theaterproduktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die diesjährige Ausgabe unterstreicht erneut einen wachsenden Trend: marathongroße Inszenierungen, die Ausdauer von Schauspielern und Publikum gleichermaßen auf die Probe stellen.

Langzeit-Theater hat in den deutschsprachigen Ländern eine lange Tradition. Berühmt wurde Luk Percevals Schlachten bei den Salzburger Festspielen 1999, das sich über zwölf Stunden erstreckte. Kürzlich brachte das Schauspielhaus Bochum 2023 Die Brüder Karamasow in einer siebenstündigen Fassung auf die Bühne. In diesem Jahr zeigte das Münchner Kammerspiele beim Theatertreffen Wallenstein: Ein Fest des Krieges in sieben Gängen – eine siebenstündige Produktion, die innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war.

Die Pandemie hatte den Trend vorübergehend zu kürzeren, pausenlosen Stücken verschoben. Theater passten ihre Spielzeiten an, um die Hygienevorschriften einzuhalten. Doch nun erleben ausufernde Inszenierungen ein kräftiges Comeback. Die Volksbühne Berlin wird bald Peer Gynt wiederaufnehmen, dessen erster Teil einst allein acht Stunden dauerte.

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Trotz der Beliebtheit dieser monumentalen Produktionen führt der Deutsche Bühnenverein keine offiziellen Statistiken über Spieldauern. Dadurch bleibt unklar, wie verbreitet das Marathon-Theater tatsächlich ist. Die Nachfrage nach langen Inszenierungen bleibt jedoch hoch – wie der rasche Ausverkauf von Wallenstein beim diesjährigen Theatertreffen zeigt. Das Publikum scheint ganztägige, immersive Theatererlebnisse weiterhin zu schätzen. Der Trend zeigt keine Anzeichen einer Abschwächung, immer mehr Regisseure und Spielstätten experimentieren mit erweiterten Formaten.

Quelle