09 May 2026, 18:27

Kunstausstellung feiert 50 Jahre Rheinisch-Bergischer Kreis mit Grenzen als Thema

Wand mit Graffiti, das "Freiheit und Demokratie" in großen schwarzen Buchstaben liest, einem Geländer unten und einem Gebäude mit Fenstern im Hintergrund.

Kunstausstellung feiert 50 Jahre Rheinisch-Bergischer Kreis mit Grenzen als Thema

„Kreise öffnen sich“ – Eine neue Kunstausstellung zum 50. Jubiläum des Rheinisch-Bergischen Kreises

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Zum 50-jährigen Bestehen des Rheinisch-Bergischen Kreises präsentiert die Ausstellung Kreise öffnen sich neun regionale Künstler:innen, die sich mit dem Konzept von Grenzen auseinandersetzen – sowohl in physischer als auch in kultureller Hinsicht. Ihre Werke reflektieren, wie Grenzziehungen Identität, Geschichte und Gemeinschaft prägen.

Den künstlerischen Impuls gibt die Gebietsreform von 1975, die die Region neu ordnete: Damals wurden Bensberg und Bergisch Gladbach zusammengeschlossen, während Porz an Köln angegliedert wurde. Dieses historische Ereignis bildet den Rahmen für die künstlerischen Auseinandersetzungen mit Trennung und Verbindung.

Michael Wittasseks Installation spielt mit den veränderlichen Grenzen des Kreises. Bewegliche Grenzsteine auf Rollbrettern laden die Betrachter:innen ein, feste Linien infrage zu stellen. Margret Schopkas Videoarbeit erzählt von ihrem persönlichen Umzug vor 34 Jahren – von Hamburg in die Gemeinde Overath – und verwebt Erinnerung mit Ort.

Veronika Moos zeigt Vom blauen Blumenkelch, ein grobes, verknotetes Netz, das die Konturen des Kreises nachzeichnet. Das Werk verwandelt Geografie in etwas Haptisches und Verletzliches. Jutta Dunkels Beitrag verbindet einen roten Faden mit einer Multimedia-Installation und bezieht sich dabei auf die lokale Sage von der Zwergenhöhle in Herrenstrunden.

Helga Mohls Arbeiten rücken die Geschichte des Kreises durch seine Bäume in den Fokus. Sie kartografiert markante Bäume, die tief mit ihren Standorten verwurzelt sind, und verbindet so Natur mit kultureller Erinnerung. Claudia Betzins handgedruckte Karten des Rheinisch-Bergischen Kreises setzen mit Holzschnitttexturen und farbigen Flächen Grenzen als fließend und künstlerisch um.

In seinem digitalen Projekt dekonstruiert David die Heraldik des Kreises. Durch die Kritik an starren Traditionen regt das Werk zu einem offeneren Austausch von Ideen und Symbolen an.

Die Ausstellung ist Teil der Feierlichkeiten zum goldenen Jubiläum des Kreises. Jedes Werk bietet eine andere Perspektive darauf, wie Grenzen – ob historisch, geografisch oder persönlich – eine Region definieren. Bis zum Ende der Schau können Besucher:innen diese Themen erkunden.

Quelle