03 May 2026, 10:22

Krefelds Oberbürgermeister attackiert Merz wegen pauschaler Stadtkritik und fordert mehr Geld

Schwarz-weiß-Karte von Stadt Sigra, Deutschland, zeigt eine dichte Bebauung mit detaillierten Textanmerkungen.

Bürgermeister von Krefeld kritisiert Merz und fordert mehr Finanzierung - Krefelds Oberbürgermeister attackiert Merz wegen pauschaler Stadtkritik und fordert mehr Geld

Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer hat Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen jüngste Äußerungen zur „städtischen Landschaft“ Deutschlands scharf kritisiert. Der SPD-Politiker warf Merz vor, die komplexen Probleme der Städte im Land unzulässig zu vereinfachen. Gleichzeitig forderte Meyer eine stärkere finanzielle Unterstützung, um den Kommunen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unter die Arme zu greifen.

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Der Streit entzündete sich, nachdem Merz städtische Missstände mit Migranten in Verbindung gebracht hatte, die weder über einen dauerhaften Aufenthaltstitel verfügen noch erwerbstätig sind oder sich an deutsche Regeln halten. Später fügte er hinzu, die Bundesregierung setze auf Abschiebungen als Lösung.

Meyer wies diesen Ansatz zurück und betonte, dass eine Fokussierung auf die Herkunft der Menschen die eigentlichen Probleme nicht löse. Stattdessen verwies er auf die prekäre Haushaltslage vieler Großstädte – darunter auch Krefeld – als zentrale Ursache. Er schilderte den täglichen Kampf, bestimmte Stadtteile sauber zu halten, und nannte weitere drängende Probleme wie Vermüllung, leerstehende Ladenlokale, mangelhafte Beleuchtung und marode Infrastruktur.

Der Oberbürgermeister räumte zudem ein, dass in manchen Vierteln tiefe soziale Herausforderungen bestünden, etwa Obdachlosigkeit und psychische Krisen. Er bestand darauf, dass es nicht Schuldzuweisungen, sondern angemessene Finanzmittel brauche, um die Lebensbedingungen in deutschen Städten zu verbessern.

Meyers Kritik setzt die Bundesregierung unter Zugzwang, den Kommunen mehr Unterstützung zukommen zu lassen. Ohne zusätzliche Mittel könnten Städte wie Krefeld weiterhin mit Sauberkeit, Infrastruktur und sozialer Fürsorge kämpfen. Die Debatte spiegelt die grundsätzlichen Spannungen wider, wie dem städtischen Verfall in Deutschland begegnet werden soll.

Quelle