07 June 2026, 10:23

Jindal Steel bietet für Thyssenkrupp-Stahlsparte – und verspricht Milliardeninvestitionen

Angebot aus Indien für Thyssenkrupp Steel

Jindal Steel bietet für Thyssenkrupp-Stahlsparte – und verspricht Milliardeninvestitionen

Der indische Stahlkonzern Jindal Steel hat ein Angebot für die Übernahme der Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Das Gebot ist unverbindlich, deutet aber auf eine mögliche Veränderung der Eigentumsverhältnisse hin. Der Vorstand von Thyssenkrupp wird das Angebot nun gemeinsam mit den bestehenden Plänen für das Geschäft prüfen.

Ursprünglich hatte Thyssenkrupp geplant, für seine Stahlsparte ein Joint Venture mit dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky einzugehen. Beide Seiten behielten sich jedoch das Recht vor, den Verkauf eines 20-Prozent-Anteils am Unternehmen rückgängig zu machen. Das neue Angebot von Jindal Steel eröffnet nun eine alternative Zukunftsperspektive für die Sparte.

Falls der Deal zustande kommt, hat Jindal Steel ehrgeizige Pläne angekündigt. Das Unternehmen verpflichtete sich, das DRI-Werk in Duisburg fertigzustellen und zusätzlich über 2 Milliarden Euro zu investieren. Ziel ist es, Thyssenkrupp Steel zum größten integrierten und klimafreundlichen Stahlproduzenten Europas umzubauen.

Die deutsche Gewerkschaft IG Metall begrüßte das Angebot und bezeichnete es als positive Nachricht für die Belegschaft. Der Vorstand von Thyssenkrupp wird das Gebot anhand der wirtschaftlichen Tragfähigkeit, der ökologischen Transformation und der Arbeitsplatzsicherheit bewerten.

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Finanziell verzeichnete Jindal Steel im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 12 Milliarden Euro bei einer operativen Gewinnmarge von 22 Prozent. Die Stahlsparte von Thyssenkrupp erzielte hingegen im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro und einen bereinigten operativen Gewinn von 261 Millionen Euro. Jindal Steel ist global aufgestellt und besonders stark in Indien, Afrika und Australien vertreten.

Die Entscheidung des Vorstands wird darüber entscheiden, ob das Angebot von Jindal Steel weiterverfolgt wird. Bei einer Annahme könnte der Deal erhebliche Investitionen und einen Fokus auf Nachhaltigkeit für die Stahlaktivitäten von Thyssenkrupp mit sich bringen. Das Ergebnis wird zudem Auswirkungen auf die Belegschaft und die langfristige Strategie der Sparte haben.

Quelle