29 April 2026, 02:59

Inflation in Deutschland steigt 2024 auf 4,6 Prozent – Experten warnen vor langfristigen Folgen

Eine blaue Liniengrafik, die Euro-Zonen-Inflationsdaten in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem Text oben.

Inflation in Deutschland steigt 2024 auf 4,6 Prozent – Experten warnen vor langfristigen Folgen

Deutschland bereitet sich auf einen deutlichen Anstieg der Inflation bis Ende 2024 vor – für Dezember wird eine Rate von 4,6 Prozent erwartet. Der Anstieg folgt globalen Spannungen, insbesondere der eskalierenden Konflikte zwischen den USA, Israel und dem Iran. Ökonomen warnen, dass die höheren Preise bis 2026 anhalten könnten, wobei die durchschnittliche Jahresinflation nun bei 3,5 Prozent prognostiziert wird – ein Anstieg gegenüber früheren Schätzungen.

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Die Bundesregierung hat bereits Entlastungsmaßnahmen eingeleitet, darunter einen temporären Kraftstoffrabatt ab dem 1. Mai. Doch unter Experten und Politikern herrscht Uneinigkeit darüber, wie Haushalte am besten vor finanzieller Belastung geschützt werden können.

Die aktuellen Inflationsprognosen stammen vom Deutschen Wirtschaftsinstitut (IW), das seine Vorhersage auf Preisentwicklungen während der Energiekrise 2022 stützt. Damals hatte die Inflation mit über 10 Prozent ihren Höhepunkt erreicht, der Jahresdurchschnitt lag bei 6,9 Prozent. Das IW warnt nun, Deutschland stehe vor einer schwierigen Mischung aus steigenden Preisen und schwachem Wirtschaftswachstum.

Markus Demary, Geldpolitik-Experte des IW, betonte, dass einkommensschwache Haushalte besonders stark unter der Teuerungswelle leiden würden. Er forderte die Regierung auf, gezielte Hilfsmaßnahmen zu ergreifen – etwa die Erhöhung der Pendlerpauschale – statt pauschaler Entlastungen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte zuvor vorgeschlagen, die Pendlerpauschale für alle Autofahrer auszuweiten, doch der Vorschlag stieß in der eigenen Partei auf Widerstand.

Haupttreiber des Inflationsschubs ist die verschärfte Lage im Persischen Golf, ausgelöst durch einen US-Angriff auf den Iran. Das IW deutete an, dass die Europäische Zentralbank (EZB) möglicherweise eingreifen müsse – ähnlich wie während der Krise 2022 –, um die Preise zu stabilisieren. Bisher umfasst die Reaktion der Regierung einen kurzfristigen Kraftstoffrabatt, dessen langfristige Wirkung jedoch ungewiss bleibt.

Bis Dezember wird die Inflation in Deutschland voraussichtlich auf 4,6 Prozent steigen, die Jahresrate für 2026 wurde auf 3,5 Prozent nach oben korrigiert. Die Entlastungsmaßnahmen der Regierung, wie der Kraftstoffrabatt, zielen darauf ab, den akuten Druck zu mindern, doch die Debatte über gezieltere Hilfen geht weiter. Ökonomen und Politiker beobachten genau, wie globale Spannungen und schwaches Wachstum die wirtschaftliche Perspektive des Landes prägen.

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