16 April 2026, 14:29

Ibbenbüren setzt auf inklusive Bildung trotz sinkender Schülerzahlen

Schuleingang mit einem "Schule"-Schild am Straßenrand, fahrende Fahrzeuge, ein Tor, ein Tor, eine Namensschild, Pflanzen, Bäume, Strommasten mit Drähten und ein bewölkter Himmel im Hintergrund.

Ibbenbüren setzt auf inklusive Bildung trotz sinkender Schülerzahlen

Die Gemeinschafts-Hauptschule in Ibbenbüren steht vor einem umfassenden Modernisierungsschub: Bis 2030 soll ein neues Schulgebäude für 23 Millionen Euro entstehen. Diese Entscheidung fällt in eine Phase rückläufiger Schülerzahlen – für das Schuljahr 2025/2026 sind bisher nur fünf Anmeldungen eingegangen. Dennoch treiben lokale Politiker das Projekt voran, um die inklusive Bildung in der 50.000-Einwohner-Stadt zu stärken.

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Die Schule bietet derzeit einer vielfältigen Schülerschaft eine Heimat, darunter Flüchtlingskinder, Quereinsteiger und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf. Ihr Konzept als "Schule des gemeinsamen Lernens" findet zwar Zustimmung, doch aktuelle Qualitätsprüfungen deckten Schwächen auf – etwa bei der Störungsprävention und der individuellen Anpassung der Lehrmethoden.

Eltern fordern mehr Möglichkeiten für längeres gemeinsames Lernen sowie einen Weg, der leistungsschwächeren Schülern den Erwerb des Abiturs an der Schule ermöglicht. Der Neubau folgt auf die Zusammenlegung zweier Teilstandorte und soll ein einheitlicheres Lernumfeld schaffen.

Bis auf eine Partei unterstützen die lokalen Fraktionen den Bau als notwendige Investition. Ibbenbüren verfügt bereits über zwei Gymnasien, eine katholische Realschule und eine Gesamtschule mit begrenztem Platzangebot. Maria Frank, ehemalige Lehrerin und heutige Buchhändlerin in Ibbenbüren, unterrichtete einst Kunst an einer Privatschule – ein Zeichen für die Vielfalt der Bildungsangebote in der Region.

Das 23-Millionen-Projekt soll veraltete Räumlichkeiten ersetzen und die Rolle der Schule als Standort inklusiver Bildung festigen. Mit der für 2030 geplanten Fertigstellung soll der Schülerrückgang gestoppt und benachteiligten Jugendlichen bessere Lernbedingungen geboten werden. Die Entscheidung der Stadt steht für den Willen, bildungspolitische Vielfalt trotz aktueller Herausforderungen zu bewahren.

Quelle