04 May 2026, 10:24

Helios-Schule Köln: Von 92 auf 157 Millionen – und keine Eröffnung in Sicht

Schulgebäude mit grüner und gelber Fassade, umgeben von Fahrzeugen, Topfpflanzen, einem Zaun, einem Tor, einem Straßenpfahl, Bäumen, Drähten und einem bewölkten Himmel.

Helios-Schule Köln: Von 92 auf 157 Millionen – und keine Eröffnung in Sicht

Die Helios-Schule in Köln – einst als Leuchtturmprojekt geplant – steckt in schweren Verzögerungen und explodierenden Kosten. Verärgerte Eltern, die die ständigen Rückschläge nicht länger hinnehmen wollen, haben für November eine Protestaktion angekündigt. Die Eröffnung der Schule verschiebt sich von 2024 auf 2027, während die Ausgaben von ursprünglich 92 Millionen Euro auf nun 157 Millionen Euro gestiegen sind.

Die Probleme begannen, als die Stadt im vergangenen Jahr den Vertrag mit dem Fassadenbauer kündigte. Schwerwiegende Mängel an der Gebäudefassade zwangen die Verantwortlichen zum Handeln. Seither häufen sich die Schwierigkeiten – die Stadt sah sich gezwungen, einen Gutachter mit der Prüfung der gesamten Fassade zu beauftragen.

Doch die Defekte beschränkten sich nicht auf die Außenhülle: Auch die Zusammenarbeit mit dem Planer für die Gebäudetechnik wurde beendet, nachdem gravierende Fehler aufgedeckt worden waren. Ein Teil der bereits fertigen Arbeiten musste abgerissen und neu konzipiert werden, was die Verzögerungen weiter verschärfte. Allein die neuen Pläne für die Mess- und Regelungstechnik sind mittlerweile fünfmal umfangreicher als ursprünglich vorgesehen.

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Ursprünglich sollte die Helios-Schule als modernes Bildungszentrum entstehen – inklusive einer Kooperation mit der Universität zu Köln. Doch anhaltende Baumängel und die Suche nach neuen Auftragnehmern haben den Fortschritt zum Erliegen gebracht. Die Geduld der Eltern ist inzwischen am Ende: Sie fordern, dass die Bildungspolitik höhere Priorität erhält, und verlangen Garantien, dass sich die Eröffnung nicht noch einmal über das Jahr 2027 hinaus verzögert.

Während die Stadt weiterhin mögliche neue Mängel prüft und gleichzeitig versucht, das Projekt zu stabilisieren, steigen die Kosten weiter – und die Zeit wird knapp. Im Fokus steht nun, den Umbau ohne weitere Rückschläge abzuschließen. Die Eltern hingegen bereiten sich darauf vor, bei der anstehenden Demonstration im November ihren Unmut lautstark zum Ausdruck zu bringen.

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