14 March 2026, 06:51

Günther Jauch kauft Loriots historisches Anwesen am Starnberger See

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines Restaurants in Berlin, Deutschland, mit Tischen und Stühlen mit Blumenvasen, einer Statue im Hintergrund und Skulpturen und Pflanzen an den Wänden, mit Text am unteren Bildrand.

Günther Jauch kauft Loriots historisches Anwesen am Starnberger See

Günther Jauch hat das historische Anwesen am Starnberger See des legendären Komikers Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, erworben. Das Anwesen, das in zwei von Loriots berühmtesten Filmen eine Rolle spielte, besitzt kulturelle Bedeutung – sowohl als Drehort als auch als ehemaliger Wohnsitz des verstorbenen Satirikers.

Loriot, mit bürgerlichem Namen Bernhard Viktor Christoph Karl von Bülow, entstammte einer alten mecklenburgischen Adelsfamilie, deren Wappen einen Pirol zierte. Bevor er seine Filmkarriere startete, wurde er in den 1950er-Jahren mit humorvollen Büchern wie Der gute Ton – Eine Anstandsfibel für Feinschmecker und Reinfallen und mitlachen: 20 erprobte Liebestrick von zwei Kennern bekannt. Später schuf er die ikonische Sketch-Reihe Das Frühstücksei (1976), in der ein kleines Missgeschick in ein totales Chaos mündet.

Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre inszenierte und spielte Loriot in zwei Filmen mit: Ödipussi (1988) und Pappa ante Portas (1991), beide an der Seite von Evelyn Hamann. Während einige Szenen an anderen Orten entstanden – etwa im Imperiale Palace Hotel in Santa Margherita Ligure für Ödipussi – stammten viele zentrale Motive von seinem Anwesen am Starnberger See. Das Haus selbst diente in Pappa ante Portas als Speisezimmer der Familie Lohse, während Garten- und Außenszenen in Niederpöcking gedreht wurden. Auch das Axel-Springer-Hochhaus in Berlin war in dem zweiten Film zu sehen.

Jauch, der sich bereits in der Vergangenheit für den Erhalt kulturellen Erbes einsetzte – etwa bei der Restaurierung des Marmorpalais in Potsdam am Heiligen See –, zeigt mit dem Kauf des Loriot-Anwesens erneut sein Engagement für die Bewahrung eines Ortes, der eng mit einem der beliebtesten deutschen Humoristen verbunden ist.

Das Anwesen am Starnberger See gehört nun Jauch, der möglicherweise von der Verbindung des Hauses zu Loriots humoristischem Schaffen angezogen wurde. Zwar entstanden nicht alle Werke des Komikers hier, doch das Haus und seine Umgebung spielten in seinen beiden großen Filmen eine zentrale Rolle. Der Verkauf sichert damit den Erhalt eines Ortes, der sowohl für die deutsche Komödie als auch für die Kulturgeschichte von Bedeutung ist.

Quelle