19 April 2026, 06:24

Grundschüler in Höxter-Albaxen stoppen Raser mit Süßigkeiten statt Strafen

Schwarzes Plakat mit weißem Hintergrund, das "Schulgeschwindigkeit 25 bei Kindern" in fetter schwarzer Schrift anzeigt.

Grundschüler in Höxter-Albaxen stoppen Raser mit Süßigkeiten statt Strafen

Grundschüler in Höxter-Albaxen setzen mit Polizei auf kreative Verkehrssicherheitsaktion

Eine Gruppe von 63 Grundschülern aus Höxter-Albaxen hat kürzlich gemeinsam mit der örtlichen Polizei eine ungewöhnliche Aktion für mehr Verkehrssicherheit gestartet. Statt klassischer Kontrollen setzten die Kinder auf eine "Süßes-oder-Saures"-Initiative, um Autofahrer auf der Hansastraße an die gültigen Tempolimits zu erinnern.

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Die Aktion fand auf der Hansastraße statt, wo der Verkehr von Stahle kommend in Albaxen einfährt. Die Schüler der Schule im Wesertal arbeiteten dabei Hand in Hand mit Polizeibeamten – darunter ein Motorradstreifenbeamter, die Höxteraner Nachbarschaftsstreife sowie die Beamtinnen Kathrin Nieseke und Pia Menne.

Ausgestattet mit Geschwindigkeitsmessgeräten und Stopp-Schildern beobachteten die Kinder den vorbeifahrenden Verkehr. Insgesamt hielten sie 37 Fahrer an. Wer sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hielt, erhielt Dankeskarten und Süßigkeiten, während Raser stattdessen eine Ermahnung sowie "saure" Leckereien überreicht bekamen.

Die meisten Autofahrer hielten sich an die Regeln, nur wenige überschritten die erlaubte Geschwindigkeit. Der höchste gemessene Wert lag bei 58 km/h in einer Zone mit niedrigerem Tempolimit. Da der Fokus auf Aufklärung statt auf Bestrafung lag, wurden weder Bußgelder verhängt noch Verwarnungen ausgestellt.

Die Kinder gingen direkt auf die Fahrer zu, erklärten die Gefahren von Raserei und bedankten sich bei denen, die sich vorschriftsmäßig verhielten. Die Rückmeldungen von Teilnehmern, Polizei und Autofahrern fielen durchweg positiv aus.

Die Kampagne sensibilisierte erfolgreich für das Thema – ganz ohne Strafen. Die Fahrer reagierten gut auf den unkonventionellen Ansatz der Kinder, und die Aktion unterstrich die Bedeutung von Verkehrssicherheit in der Gemeinde. Die Organisatoren hoffen, dass das Projekt zu einem dauerhaft verantwortungsvolleren Fahrverhalten in der Region beiträgt.

Quelle