Großrazzia des Zolls deckt illegale Beschäftigung und Sozialbetrug in NRW-Baubranche auf
Margit AtzlerGroßrazzia des Zolls deckt illegale Beschäftigung und Sozialbetrug in NRW-Baubranche auf
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen in vier Kreisen durchgeführt. Rund 280 Beschäftigte der Baubranche wurden von über 110 Beamten überprüft. Die Aktion umfasste die Regionen Köln, Rhein-Sieg-Kreis, Leverkusen und den Rheinisch-Bergischen Kreis.
In Köln wurden 123 Arbeitnehmer von 51 Betrieben kontrolliert. Im Rhein-Sieg-Kreis, konkret in Bornheim, standen 39 Beschäftigte aus 15 Unternehmen im Fokus der Überprüfungen. In Leverkusen wurden 75 Mitarbeiter von 11 Arbeitgebern geprüft, während im Rheinisch-Bergischen Kreis in Bergisch Gladbach 42 Beschäftigte aus 11 Betrieben untersucht wurden.
Bei den Kontrollen deckten die Beamten zahlreiche Verstöße auf: Elf Männer verfügten weder über gültige Aufenthalts- noch Arbeitserlaubnisse. In fünf Fällen besteht der Verdacht auf nicht gemeldete Sozialabgaben. Drei Unternehmen gerieten in den Fokus, weil sie mutmaßlich den gesetzlichen Mindestlohn nicht zahlten. Zudem gab es in fünf Fällen Hinweise auf Sozialleistungsbetrug.
Gegen die elf Männer sowie ihre Arbeitgeber wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Die Aktion unterstreicht die flächendeckenden Compliance-Prüfungen in der Baubranche. Die Behörden ermitteln wegen illegaler Beschäftigung, Lohnunterschreitung und Sozialbetrugs. Mit weiteren rechtlichen Schritten ist zu rechnen, sobald die Fälle voranschreiten.
