Gescheiterte Abschiebung von Issa al H. wirft Fragen an Behörden auf
Margit AtzlerGescheiterte Abschiebung von Issa al H. wirft Fragen an Behörden auf
Geplante Abschiebung von Issa al H. aus Deutschland nach Bulgarien scheitert
Im Juni 2023 scheiterte die geplante Abschiebung von Issa al H. von Deutschland nach Bulgarien, nachdem Beamte ihn nicht auffinden konnten. Der Einsatz in der ehemaligen Dempsey-Kaserne in Paderborn dauerte nur 30 Minuten, bevor er abgebrochen wurde. Die Behörden stuften den Vorfall später als "Routinefall" ein – trotz des missglückten Ergebnisses.
Am 5. Juni 2023 trafen Einsatzkräfte in Issa al H.s Unterkunft in Paderborn ein, um die Abschiebung durchzuführen. Da sie ihn nicht antrafen, endete der Einsatz schnell. Noch am selben Tag startete ein für seine Ausreise gebuchter Flug – ohne ihn an Bord.
Die gescheiterte Aktion wurde von den beteiligten Beamten später als "völlig normal" bezeichnet. Sie bestätigten zudem, dass sie während des Einsatzes keine Erlaubnis hatten, die Räume anderer Bewohner zu durchsuchen. Die Behörden vermuteten, dass Issa al H. möglicherweise durch die sichtbare Präsenz von Dienstfahrzeugen vorab gewarnt worden war.
Nach der missglückten Abschiebung kehrte Issa al H. in die Einrichtung zurück. Weitere Abschiebungsversuche blieben aus. Die ehemalige Dempsey-Kaserne in Paderborn wies im Vergleich zu anderen Zentren eine geringere Erfolgsquote bei Abschiebungen auf.
Seit dem Anschlag von Solingen müssen Einsatzkräfte nach gescheiterten Operationen nun einen schriftlichen Bericht vorlegen. Diese Regelung wurde eingeführt, um die Transparenz und Verantwortung bei Abschiebeverfahren zu erhöhen.
Der gescheiterte Versuch unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei Abschiebungen aus der Paderborner Einrichtung. Issa al H. blieb nach dem Vorfall im Zentrum, und es gab keine weiteren dokumentierten Versuche, ihn abzuschieben. Der Fall fällt unter die verschärften Meldepflichten für Beamte nach missglückten Einsätzen.






