28 April 2026, 08:56

Frau täuscht eigene Entführung vor – und landet vor Gericht

Historisches Bild mit dem Titel "Die Gefangennahme einer ungeschützten Frau oder das Ende der Rebellion", das besorgte Menschen am Boden zeigt, einige schauen ängstlich nach oben und andere verzweifelt nach unten.

Prozess: Frau simuliert eigene Entführung beim Ehemann - Frau täuscht eigene Entführung vor – und landet vor Gericht

Eine Frau, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht hatte, um ihren Ehemann zu hintergehen, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die aufwendige Inszenierung umfasste gefälschte Lösegeldforderungen und eine fingierte Freilassung in der Nähe des Kölner Doms. Später deckten die Behörden auf, dass schwere Depressionen, Spielsucht und wachsende Schulden die treibenden Kräfte hinter der Tat waren.

Der Vorfall begann, als der Ehemann der Frau WhatsApp-Nachrichten erhielt, in denen behauptet wurde, sie sei entführt worden. Die Absender forderten eine Überweisung von 5.000 Euro für ihre sichere Rückkehr. Um ihre Sicherheit besorgt, alarmierte er sofort die Polizei, woraufhin eine großangelegte Suchaktion eingeleitet wurde.

Die Beamten fanden die Frau schließlich in der Nähe des Kölner Doms, wo sie ihre eigene "Befreiung" inszeniert hatte. Bei ihr wurden fast 5.000 Euro Bargeld sichergestellt. Während der Vernehmung gestand sie, die Entführung erfunden zu haben, erklärte jedoch später, sich aufgrund ihrer schweren Depressionen nicht mehr genau an die Planung erinnern zu können.

Vor dem Landgericht Köln schilderte sie, dass ihr Handeln auf einer Spiel- und Kaufsucht beruhte, die sie mit 20.000 Euro verschuldet zurückgelassen habe. Trotz der Täuschung vergab ihr ihr Mann und beglich die ausstehenden Beträge. Nach dem Vorfall wurde sie kurzzeitig in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen und erhält seitdem therapeutische Behandlung.

Das Gericht verurteilte sie schließlich zu einer 14-monatigen Bewährungsstrafe wegen erpresserischen Menschenraubs und Vortäuschens einer Straftat.

Der Fall endete mit einer zur Bewährung ausgesetzten Haftstrafe und laufender psychologischer Betreuung für die Frau. Die Entscheidung ihres Mannes, ihr zu verzeihen und ihre Schulden zu übernehmen, bildete einen privaten Schlussstrich unter das Geschehen. Der Vorfall unterstreicht die schweren Folgen unbehandelter Suchterkrankungen und finanzieller Notlagen.

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