20 June 2026, 18:19

Forscher testen 15-Minuten-Stadt: Kann sie Lieferverkehr und Klima retten?

Klimaschutz: Kann das 15-Minuten-Stadt-Konzept umgesetzt werden?

Forscher testen 15-Minuten-Stadt: Kann sie Lieferverkehr und Klima retten?

Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie das Konzept der „15-Minuten-Stadt“ die städtische Entwicklung verändern könnte. Die vom Bergischen Universität Wuppertal koordinierte Initiative zielt darauf ab, alltägliche Grundbedürfnisse innerhalb von 15 Geh- oder Fahrradminuten erreichbar zu machen – bei gleichzeitiger Verringerung der Klimabelastung. Die Studie ist Teil des POTUS-Projekts und wird von einem internationalen Team aus ganz Europa durchgeführt.

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Im Mittelpunkt steht der nachhaltige Güterverkehr in Städten. Die Forscher:innen analysieren, wie lokale Lieferketten und kurze Wege in der Praxis funktionieren können. Zudem wollen sie ermitteln, in welchen Stadtvierteln der Lieferverkehr am stärksten zunimmt und unter welchen Bedingungen dies geschieht.

Das Team untersucht, wie Merkmale von Stadtteilen – etwa ein hoher Anteil junger Bewohner:innen – die Nachfrage nach Lieferdiensten beeinflussen. Gleichzeitig arbeiten die Wissenschaftler:innen daran, Datenlücken im städtischen Güterverkehr zu schließen, die derzeit eine effektive Verkehrsplanung erschweren. Regelmäßige Erhebungen sollen helfen, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.

Mit einer Förderung von rund 1,4 Millionen Euro aus dem europäischen Programm „Driving Urban Transitions“ sowie nationalen Quellen vereint das Projekt Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien und deutschen Städten wie Düsseldorf und Wiesbaden. Zudem wird erforscht, wie Daten aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichbar gemacht und für die Planung des urbanen Güterverkehrs genutzt werden können.

Die Ergebnisse sollen Städten helfen, nachhaltigere Güterverkehrssysteme zu gestalten. Die Empfehlungen des Projekts zielen darauf ab, die Stadtplanung zu verbessern und die Umweltbelastung zu reduzieren. Die Erkenntnisse könnten die breitere Umsetzung des „15-Minuten-Stadt“-Modells vorantreiben.

Quelle