18 April 2026, 00:32

Forscher entwickeln erste Batteriezelle mit 80 Prozent Recyclinganteil

Vier grüne Li-Ion-Akkus mit der Bezeichnung "Li-Ion" und "18650" in schwarzer Schrift nebeneinander auf einer weißen Oberfläche.

Forscher entwickeln erste Batteriezelle mit 80 Prozent Recyclinganteil

Ein neues Forschungsprojekt in Deutschland geht die Herausforderungen des Batterierecyclings direkt an. Unter der Leitung der PEM-Gruppe der RWTH Aachen will die Initiative Kreislauf.IN.NRW eine vollständig recycelbare Batteriezelle entwickeln, die zu über 80 Prozent aus wiederverwerteten Materialien besteht. Bisherige Methoden lassen jedoch zentrale Fragen offen – insbesondere zu Alterung, Sicherheit und Reinheit der wiederverwendeten Komponenten.

An dem Vorhaben beteiligen sich Industriepartner wie NEUMAN & ESSER, Accurec Recycling, Iondrive EU und Constantia Patz. Ihr Ziel ist der Aufbau eines geschlossenen Kreislaufsystems, in dem Batteriematerialien effizient wiederverwendet werden können. Bisher gibt es keine Studie, die untersucht, wie sich recycelte Bestandteile wie Kathoden und Anoden in neuen Zellen verhalten.

Besonders die Wiederverwertung von Graphit für Anoden stellt eine große Hürde dar. Das Material verliert oft seine Struktur, nimmt Verunreinigungen auf und stößt auf technische sowie wirtschaftliche Hindernisse. Gleichzeitig verschärft die EU-Batterieverordnung die Recyclingquoten – vor allem für Kathodenmaterialien.

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Gefördert vom Ministerium für Umwelt des Landes Nordrhein-Westfalen, wird das Team Verarbeitungstechniken und Lieferketten optimieren. Das Ziel ist klar: die erste Batteriezelle mit mindestens 80 Prozent recyceltem Anteil herzustellen und damit einen neuen Standard für Nachhaltigkeit in der Energiespeicherung zu setzen.

Bei Erfolg könnte das Projekt die Art und Weise, wie Batterien recycelt und wiederverwendet werden, grundlegend verändern. Die Ergebnisse sollen nicht nur helfen, die EU-Vorgaben zu erfüllen und Abfälle in der Batterie-Lieferkette zu reduzieren, sondern auch künftige Richtlinien und Industriepraktiken für nachhaltigere Energielösungen prägen.

Quelle