06 May 2026, 16:22

FDP-Chef Höne attackiert Merz und bewirbt sich um Parteivorsitz

Karte von Deutschland mit Bundesländern in rot und blau markiert, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

FDP-Chef Höne attackiert Merz und bewirbt sich um Parteivorsitz

Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP Nordrhein-Westfalen, hat Bundeskanzler Friedrich Merz am ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert. Er bezeichnete Merz’ Amtsführung als „überaus schwach“ und warf der Regierung vor, zentrale Wahlversprechen nicht eingelöst zu haben. Gleichzeitig kündigte Höne an, sich auf dem FDP-Parteitag Ende Mai um den Parteivorsitz zu bewerben.

Die Kritik Hönes fiel mit dem ersten Regierungsjubiläum der Koalition zusammen. Er wirft Merz vor, seine Wahlkampfzusagen verraten und stattdessen eine Politik zu verfolgen, die stärker an die der SPD angelehnt sei. Besonders kritisierte der FDP-Politiker die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung, die seiner Meinung nach die Kosten für Arbeitnehmer und Unternehmen in die Höhe treiben werde.

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Über die inhaltlichen Streitpunkte hinaus benannte Höne grundsätzliche Sorgen: Die wirtschaftlichen Probleme des Landes bezeichnete er als das „größte Krisenfeld“ und machte die Regierung für verzögerte oder unterbliebene Reformen verantwortlich. Umfragen zeigten, so Höne, dass die Zustimmungswerte der Koalition schneller gesunken seien als die der vorherigen Ampelregierung zum gleichen Zeitpunkt ihrer Amtszeit.

Angesichts dieser Angriffe präsentierte sich Höne als reformorientierte Alternative. Er forderte von Merz mehr Selbstkritik und drängte auf entschlossenere Schritte in Wirtschaftsfragen und bei strukturellen Reformen. Sein Vorstoß für den Parteivorsitz, der auf dem FDP-Parteitag im Mai entschieden wird, wird nun zeigen, ob seine Kritik innerhalb der Partei auf Resonanz stößt.

Die interne Debatte der FDP wird sich vor der Abstimmung über den Parteivorsitz weiter zuspitzen. Hönes Herausforderung spiegelt eine breitere Unzufriedenheit mit dem Kurs der Koalition und deren Umgang mit den wirtschaftlichen Herausforderungen wider. Sein Appell zu Reformen und Selbstkritik wird die Positionierung der Partei in den kommenden Monaten prägen.

Quelle