Europas größte Second-Life-Batteriefabrik startet in Aachen durch
Voltfang eröffnet Europas größte Fabrik für Second-Life-Batteriespeicher in Aachen
Das Unternehmen Voltfang hat in Aachen Europas größte Produktionsstätte für Energiespeichersysteme aus gebrauchten E-Auto-Batterien in Betrieb genommen. Die Fabrik befindet sich in den ehemaligen Produktionshallen von Next.e.GO im TRIWO Technopark und umfasst eine Fläche von 6.000 Quadratmetern. Voltfang verarbeitet ausgediente Batterien aus Elektrofahrzeugen zu großskaligen Energiespeicherlösungen.
Die aktuelle Produktionskapazität der Anlage ist im Vergleich zu Branchenführern noch überschaubar: 2023 stellte Voltfang Speichersysteme mit einer Kapazität von 5 MWh her. 2024 konnte das Unternehmen diese Menge bereits vervierfachen – auf 20 MWh.
Doch die Wachstumspläne sind ehrgeizig: Bis 2026 strebt Voltfang eine jährliche Produktion von 250 MWh an, mit der Option, die Kapazität am Standort langfristig auf bis zu 1 GWh pro Jahr auszubauen. Um diese Expansion zu finanzieren, sicherte sich das Unternehmen kürzlich über 15 Millionen Euro in einer Series-B-Finanzierungsrunde, angeführt vom Investor Forward.One.
Parallel dazu entwickelt Voltfang sein Energiemanagementsystem Venma weiter. Neue KI-Funktionen sollen Unternehmen dabei unterstützen, ihren Eigenverbrauch zu steigern und Energie effizienter zu handeln. Der Standort Aachen bietet dabei einen strategischen Vorteil: Die Nähe zu anderen innovativen Unternehmen festigt die Position der Stadt als Zentrum für Batterietechnologie.
Laut Prognosen des Fraunhofer-Instituts wird Deutschland bis 2030 Großspeicher mit einer Kapazität von 100 GWh benötigen – bis 2045 steigt der Bedarf auf 180 GWh. Mit der neuen Fabrik und der frischen Kapitalsprache leistet Voltfang einen wichtigen Beitrag, diese Nachfrage zu decken. Die Expansion kommt damit nicht nur den Unternehmenszielen zugute, sondern unterstützt auch den breiten Wandel hin zu nachhaltigen Energiespeicherlösungen.
