07 May 2026, 18:23

EU verliert Marktanteile im Handel mit den Golfstaaten – IW fordert neue Strategie

Liniengraph, der die US-Öl/Petroleumproduktion, -importe und -exporte im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

EU verliert Marktanteile im Handel mit den Golfstaaten – IW fordert neue Strategie

Eine neue Studie des Deutschen Wirtschaftsinstituts (IW) zeigt die sich wandelnden Handelsströme zwischen der EU und den Golfstaaten auf. In den vergangenen 20 Jahren ist der EU-Anteil an den Importen in die Region deutlich gesunken. Das IW fordert nun eine Stärkung der Handelsbeziehungen – trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.

Noch im Jahr 2004 stammten 26 Prozent aller Importe in Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate aus der EU. Bis 2024 ist dieser Anteil auf nur noch 18 Prozent geschrumpft. Der Rückgang fällt in eine Phase, in der diese Länder ihre Handelspartner aktiv diversifizieren.

Laut IW könnte ein neues Handelsabkommen erhebliche Vorteile bringen. Die EU erhielte Zugang zu kohlenstoffarmem Stahl und wettbewerbsfähig produziertem Wasserstoff aus der Golfregion. Gleichzeitig wird die Energieinfrastruktur der Region in den kommenden Jahren aufgrund von Kriegsschäden umfangreiche Reparaturen benötigen.

Die deutschen Exporte in die Golfregion konzentrieren sich derzeit auf Autos, Pharmazeutika und Maschinen. Das IW betont, dass deutsche Hersteller von Industrieanlagen eine Schlüsselrolle beim Wiederaufbau beschädigter Anlagen spielen könnten.

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Die Empfehlungen des IW verweisen auf konkrete wirtschaftliche Chancen: Ein Handelsabkommen könnte die Kosten für grüne Energieimporte senken und gleichzeitig deutschen Unternehmen neue Absatzmärkte eröffnen. Die Golfstaaten wiederum profitierten vom europäischen Know-how beim Infrastrukturausbau.

Quelle