Essens "Pottdeckel"-Aktion bringt Olympische Spiele an den Kneipentisch
Micha SeipEssens "Pottdeckel"-Aktion bringt Olympische Spiele an den Kneipentisch
Essen startet mit "Pottdeckel"-Initiative Gespräche über Olympische Spiele an
Das Essener Portal "unsere Stadt" hat eine neue Idee entwickelt, um die Bürger über die Olympischen Träume der Region ins Gespräch zu bringen: Mit der "Pottdeckel"-Aktion werden Bierdeckel in Kneipen und Restaurants genutzt, um Diskussionen über eine mögliche Bewerbung für die Spiele 2032 oder 2036 anzuregen. Die Kampagne verbindet Alltagsleben mit bürgerlicher Teilhabe und macht es den Essenern leichter, ihre Meinung zu äußern.
Im Rahmen des Projekts "Pottdeckel Olympia" werden speziell bedruckte Bierdeckel in Gaststätten der Stadt verteilt. Jeder trägt eine Frage zur Olympischen Bewerbung und lädt Gäste ein, beim gemütlichen Bier über das Thema zu diskutieren. Zwei QR-Codes führen weiter: einer zu Informationen über die Rhein-Ruhr-Bewerbung, der andere zu einer Plattform für anonymes Feedback.
Bürgermeister Thomas Kufen bezeichnet den Ansatz als Möglichkeit, die Olympiadiskussion in lockere Gesprächsrunden zu tragen. Statt formeller Veranstaltungen oder Online-Umfragen entstehen so spontane, persönliche Gespräche. "unsere Stadt" kooperiert dafür mit der Privatbrauerei Jacob Stauder, um die Bierdeckel in vielen Kneipen und Lokalen zu verbreiten.
Die bürgernahe Methode ergänzt die übergeordnete Kommunikationsstrategie der Bewerbung. Künftige "Pottdeckel"-Kampagnen sollen auch andere kommunale Themen aufgreifen, doch aktuell steht die Meinungsbildung zu den Spielen im Fokus. Die Initiative knüpft an frühere Gespräche aus den Jahren 2024–2025 an, als Nordrhein-Westfalen und Leipzig ebenfalls über mögliche Bewerbungen für 2036 oder 2040 nachdachten.
Die Bierdeckel bieten Essenern eine einfache, unkomplizierte Möglichkeit, sich in die Olympiadiskussion einzubringen. Das über die QR-Codes gesammelte Feedback geht direkt an die Stadtverwaltung. Ziel des Projekts ist es, den lokalen Dialog zu stärken – und das Gespräch für alle zugänglich zu halten.






