08 April 2026, 00:28

Escape Room in Marl zeigt Geflüchteten-Alltag zwischen Bürokratie und Zeitdruck

Zeichnung einer Gruppe von Menschen in einem schlichten Raum, einige schauen ängstlich nach oben und andere verwirrt nach unten.

Escape Room in Marl zeigt Geflüchteten-Alltag zwischen Bürokratie und Zeitdruck

Ein einzigartiges Escape Room in Marl gibt Einheimischen einen Einblick in die Herausforderungen, mit denen Geflüchtete bei der Beantragung eines Aufenthaltstitels konfrontiert sind. Die temporäre Ausstellung mit dem Titel "Unbekannte Unbehagen" wurde von der Flüchtlingshilfe Bonn organisiert und in Kooperation mit der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen in die Stadt geholt. Selbst Bürgermeister Thomas Terhorst nahm an dem Erlebnis teil, um die Schwierigkeiten besser nachvollziehen zu können, mit denen Geflüchtete täglich zu kämpfen haben.

Im Escape Room schlüpfen die Teilnehmer:innen in die Rolle von Menschen in "Fremdistan", einem fiktiven Land, in dem sie bürokratische Hürden überwinden müssen, um einen Aufenthaltstitel zu erhalten. Wie in klassischen Escape Rooms gilt es, unter Zeitdruck Rätsel zu lösen – doch hier kommt eine besondere Herausforderung hinzu: Die Spieler:innen müssen Formulare in einer fremden Sprache ausfüllen, was die Verwirrung und Frustration widerspiegelt, die Geflüchtete oft erleben.

Bürgermeister Terhorst ließ sich im Kontrollraum der insel-VHS, dem lokalen Volkshochschulzentrum, über die "Spielrunde" informieren. Nach Abschluss der Aufgabe bat ihn der WDR in einem Interview, seine Eindrücke zu schildern. Sein Besuch folgte auf zahlreiche Marlerner Bürger:innen, die die Ausstellung bereits ausprobiert hatten.

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Das Projekt zielt darauf ab, auf interaktive Weise für die Nöte von Geflüchteten zu sensibilisieren. Nach dem Gastspiel in Marl wird die Ausstellung weiterziehen – nächste Station ist Duisburg.

Der Escape Room bietet einen kleinen, aber eindringlichen Einblick in die Hindernisse, vor denen Geflüchtete stehen, wenn sie ihr Leben neu aufbauen. Indem die Besucher:innen selbst in ihre Situation versetzt werden, fördert die Ausstellung Empathie und Verständnis. Nach Marl setzt das Projekt seine Tour fort – als nächstes macht es Halt in Duisburg.

Quelle