27 March 2026, 00:28

Erster Atomtransport seit 28 Jahren erreicht Ahaus trotz Proteste

Große Gruppe von Menschen bei einer Straßen-demo gegen Atomkraft in Deutschland, mit Schildern und Fahnen, sowie Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund.

Erster Atomtransport seit 28 Jahren erreicht Ahaus trotz Proteste

Am frühen Mittwochmorgen traf eine neue Lieferung mit atomarem Abfall im Zwischenlager Ahaus ein. Der Transport – der erste dieser Art seit fast drei Jahrzehnten – zog Proteste auf sich, verlief jedoch ohne Zwischenfälle. Die Polizei sicherte die Route mit einem starken Aufgebot ab, sperrte Straßen und Feldwege, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Der Konvoi brach gegen 10 Uhr vom Forschungszentrum Jülich auf und bewegte sich als Teil eines langen, stark bewachten Trosses vorwärts. Unterwegs versammelten sich Demonstranten, einige erreichten die Strecke per Fahrrad, nachdem die Organisatoren mit den Behörden Zugang ausgehandelt hatten. Der Castor-Behälter erreichte sein Ziel in den frühen Morgenstunden – der erste größere Atomtransport nach Ahaus seit 1996.

In den vergangenen 28 Jahren wurden 47 Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen an den Standort gebracht. Die meisten stammten aus den Kernkraftwerken Neckarwestheim und Gundremmingen mit 25 bzw. 22 Transporten. Das Lager selbst liegt etwa zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Kritiker, darunter die Mahnwachen-Organisatorin Hanna Poddig, argumentieren, dass die fehlende Endlagerstätte für atomaren Abfall in Deutschland alle Transporte vorläufig stoppen sollte. Unterdessen äußerte der Landesinnenminister, dass sich durch wiederholte Transporte – mit bis zu drei Castor-Transportern gleichzeitig – die öffentliche Besorgnis mit der Zeit durch Gewöhnung verringern könnte.

Trotz der Proteste endete der Transport ohne Störungen. Die Behörden bestätigten, dass es während der Fahrt zu keinen Vorfällen kam. Mit der Ankunft des Behälters wächst der Bestand an atomarem Abfall, der vorläufig in Ahaus gelagert wird.

Quelle