24 May 2026, 20:29

Energiewende-Monitoring: Bundesregierung veröffentlicht umstrittenen EWI-Bericht unter Zeitdruck

Bundesregierung gibt Informationen zum Monitoring des Energieübergangs bekannt

Energiewende-Monitoring: Bundesregierung veröffentlicht umstrittenen EWI-Bericht unter Zeitdruck

Die Bundesregierung hat einen neuen Monitoringbericht zur Energiewende veröffentlicht, der unter großem Zeitdruck erstellt wurde. Die Studie wurde am 15. September von einem Konsortium unter der Leitung der BET Consulting GmbH gemeinsam mit dem Institut für Energiewirtschaft (EWI) an der Universität zu Köln eingereicht. Auftraggeber war das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Aufgrund der knappen Frist erfolgte die Vergabe des Berichts im Rahmen eines bestehenden Rahmenvertrags. Am 12. Juni hatte das Ministerium die Leistungsbeschreibung an BET Consulting übermittelt, in der zentrale Aufgaben festgelegt wurden. Dazu gehörten die Prüfung des Strombedarfs, der Versorgungssicherheit, des Netzausbaus, des Ausbaus erneuerbarer Energien, der Digitalisierung sowie der Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur.

Um den engen Zeitplan einzuhalten, entschied man sich für eine Metaanalyse. Die Linksfraktion im Bundestag stellte am 9. September Nachfragen zum Vertrag und forderte Details zu dessen Umfang sowie möglichen Interessenkonflikten.

Die Bundesregierung bestätigte auf Anfrage, dass ihr keine personellen Überschneidungen zwischen früheren oder aktuellen Auftraggebern der EWI-Berichte und dessen Mitarbeitenden bekannt seien. Allerdings gab sie keine Auskunft über Kontakte, Treffen oder Absprachen zwischen dem EWI und der Staatssekretärin Katherina Reiche im Zeitraum von September 2015 bis August 2025.

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Der Bericht liegt nun vor und behandelt zentrale Aspekte der deutschen Energiewende. Die Antworten der Regierung ließen jedoch einige Fragen offen – insbesondere zu den Wechselwirkungen zwischen dem EWI und Staatssekretärin Reiche. Die Ergebnisse dürften die laufenden politischen Debatten über Energiesicherheit und Infrastruktur maßgeblich prägen.

Quelle