Dokumentarfilm Söhne ohne Väter zeigt vaterlose Kindheiten nach dem Krieg
Micha SeipDokumentarfilm Söhne ohne Väter zeigt vaterlose Kindheiten nach dem Krieg
Dokumentarfilmer Andreas Fischer präsentiert Söhne ohne Väter
Am Sonntag, dem 11. Mai, stellt der Regisseur Andreas Fischer um 17:00 Uhr seinen Dokumentarfilm Söhne ohne Väter vor. Die Vorführung findet in der Evangelischen Johanneskirche in Troisdorf statt und wird von einer kostenlosen Diskussion mit dem Filmemacher begleitet. Fischer, der in der Stadt aufgewachsen ist, untersucht in seinem Werk die langfristigen Folgen vaterloser Kindheiten im Nachkriegsdeutschland.
Der Film beleuchtet das Leben von Männern, die nach dem Zweiten Weltkrieg ohne Väter aufwuchsen. Fast ein Drittel der Kinder jener Zeit verlor ihren Vater, sodass viele Mütter die Erziehung allein bewältigen mussten. In manchen Familien übernahmen Stiefväter diese Rolle – was nicht selten emotionale Spannungen mit sich brachte.
Viele der porträtierten Männer beschreiben eine tiefe Verbindung zu ihren Müttern. Diese enge Bindung, so wertvoll sie auch war, entwickelte sich für sie oft zu einer schweren Verantwortung. Fischers eigene Wurzeln in Troisdorf verleihen dem Dokumentarfilm eine persönliche Note.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, sich mit einem selten thematisierten Abschnitt der Nachkriegsgeschichte auseinanderzusetzen. Im Anschluss an die Vorführung können die Zuschauer direkt mit dem Regisseur ins Gespräch kommen. Die Diskussion steht allen Interessierten offen und ist ohne Eintrittskarte zugänglich.
