07 May 2026, 18:23

Deutschlands Rettungskräfte fordern dringend ein modernes Breitbandnetz für Krisenfälle

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Deutschlands Rettungskräfte fordern dringend ein modernes Breitbandnetz für Krisenfälle

Deutschlands Rettungskräfte brauchen dringend ein moderneres Kommunikationssystem, um aktuelle Krisen bewältigen zu können. Das derzeitige Digitale BOS-Funknetz, das auf dem TETRA-Standard basiert, funktioniert zwar zuverlässig für Sprachübertragungen und Kurznachrichten, stößt bei der Übertragung großer Datenmengen jedoch an seine Grenzen. Behörden betonen nun die Dringlichkeit eines krisensicheren Breitbandnetzes, das im UHF-Bereich zwischen 470 und 694 Megahertz arbeiten soll.

Auf der jüngsten „Blaulicht-Tag“-Veranstaltung in Essen wiesen Experten auf die Schwächen der bestehenden Notfallkommunikation hin. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte sind derzeit auf das Digitale BOS-Funknetz angewiesen, das selbst bei Ausfällen des Mobilfunknetzes stabil bleibt – wie etwa während eines großflächigen Stromausfalls in Berlin. Doch für moderne Anforderungen wie Echtzeit-Videoübertragungen oder den Austausch großer Dateien fehlt es an der notwendigen Bandbreite.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul warnte, dass ein Kontrollverlust über die Kommunikation tragische Folgen haben könne. Er unterstrich die Notwendigkeit eines eigenen Breitbandnetzes, das auch in Katastrophenfällen zuverlässig funktioniert. Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister ergänzte, dass eine nahtlose Kommunikation entscheidend für den Erfolg von Einsatzkräften sei.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Innenministerium Nordrhein-Westfalens treibt die Entwicklung eines leistungsfähigeren Systems voran. Auf dem „Blaulicht-Tag“ wurden sowohl die Stärken des aktuellen Digitalfunknetzes als auch die Möglichkeiten eines zukunftsfähigen Breitbandnetzes demonstriert. Ein solches System würde sicherstellen, dass Rettungskräfte auch dann handlungsfähig bleiben, wenn öffentliche Netze zusammenbrechen.

Der Ruf nach einem neuen UHF-basierten Breitbandnetz kommt zu einer Zeit, in der Einsatzkräfte zunehmend auf datenintensive Kommunikation angewiesen sind. Ohne eine solche Lösung riskieren sie, in großflächigen Krisen die lebenswichtige Verbindung zu verlieren. Die nächsten Schritte hängen nun von der Zusammenarbeit zwischen Behörden und Technologieanbietern ab, um eine Lösung zu schaffen, die den Anforderungen moderner Notfälle gerecht wird.

Quelle