31 May 2026, 04:30

Deutsche Bahn plant Milliarden-Reformen – doch Fahrgäste müssen jahrelang leiden

Deutsche Bahn verspricht Großes - "Mehr Züge und Pünktlichkeit"

Deutsche Bahn plant Milliarden-Reformen – doch Fahrgäste müssen jahrelang leiden

Deutsche Bahn steht wegen anhaltender Verspätungen und maroder Infrastruktur zunehmend in der Kritik. Aktuelle Zahlen zeigen, dass im vergangenen Jahr nur zwei Drittel der Fernzüge pünktlich ankamen. Nun kündigt das Unternehmen weitreichende Reformen an, um den Service zu verbessern – warnt aber zugleich vor jahrelangen Einschränkungen für Fahrgäste.

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Der Bahnkonzern verbuchte 2023 einen Verlust von über zwei Milliarden Euro. Steigende Energiekosten, teure Baumaterialien und höhere Löhne belasteten die Finanzen schwer. Dennoch treibt der Aufsichtsrat Investitionen in Höhe von bis zu 150 Milliarden Euro voran, um das Netz zu stabilisieren.

Die Sanierung zentraler Strecken wird voraussichtlich bis mindestens 2035 andauern. Für Reisende bedeutet das: mehr Baustellen und Fahrplanänderungen in den kommenden Jahren. Die Deutsche Bahn betont jedoch, dass die Arbeiten dringend nötig seien, um die überalterten Gleise und Anlagen zu modernisieren.

2024 will das Unternehmen sein Angebot deutlich ausbauen. Auf stark frequentierten Strecken wie Hamburg–Frankfurt oder Berlin–München sollen mehr Sprinter-Züge verkehren. Das Netz mit Halbstundentakt wird von 900 auf 2.300 Kilometer erweitert und umfasst dann Städte wie Hamburg, Hannover, Kassel, Erfurt, Halle und Berlin.

Fahrgäste können sich auf dichtere Takte, schnellere Verbindungen und einfachere Buchungsmöglichkeiten freuen. Ziel ist es, den Fernverkehr attraktiver zu machen – trotz der kurzfristigen Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten.

Die Deutsche Bahn bleibt ein zentraler Pfeiler des deutschen Verkehrssystems und steuert sowohl den Fern- als auch den Regionalverkehr. Die geplanten Ausbauten und Modernisierungen sollen langfristig Verspätungen verringern und die Zuverlässigkeit erhöhen. Doch bis mindestens Mitte der 2030er-Jahre müssen sich Reisende auf anhaltende Einschränkungen einstellen.

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