07 April 2026, 18:35

Deutsche Bahn bohrt 230 Meter tief für neue ICE-Strecke zwischen Bielefeld und Hannover

Alte Zeichnung eines großen Gebäudes mit der Aufschrift "Bahnhof der Wien" in einer Wiese mit Bäumen und anderen Strukturen.

Deutsche Bahn bohrt 230 Meter tief für neue ICE-Strecke zwischen Bielefeld und Hannover

Die Deutsche Bahn hat mit den bislang tiefsten Erkundungsbohrungen für die geplante ICE-Schnellfahrstrecke zwischen Bielefeld und Hannover begonnen. Die Bohrung, die bei Porta Westfalica bis zu 230 Meter in die Tiefe reicht, markiert einen wichtigen Schritt bei der Untersuchung der Bodenverhältnisse für das Projekt. Gleichzeitig wächst der lokale Widerstand: Eine Petition mit über 30.000 Unterschriften fordert eine stärkere Bürgerbeteiligung.

Seit Anfang September wurden in der Region Porta Westfalica sechs Bohrungen durchgeführt. Das aktuelle, am 5. November 2025 begonnene 230-Meter-Loch dient der Analyse der Untergrundstruktur und der Stabilität der Gesteinsschichten. An ausgewählten Standorten sind zudem Langzeitmessstellen geplant, um die Bodenverhältnisse über einen längeren Zeitraum zu überwachen.

Die Bohrarbeiten sind Teil der Bemühungen der Deutschen Bahn, die Trassenführung endgültig festzulegen, die noch geprüft wird. Die Ergebnisse dieser Tests, die bis Anfang 2026 erwartet werden, könnten zu Anpassungen des Streckenverlaufs führen. Alle Bohrungen sollen bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

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Der Widerstand gegen das Projekt hat in den letzten Monaten an Fahrt aufgenommen. Lokale Initiativen, Anwohner und Landwirte fordern bessere Schutzmaßnahmen und mehr Transparenz. Ihre Petition, die mittlerweile von über 30.000 Menschen unterstützt wird, ist beim Petitionsausschuss des Bundestags eingereicht worden und hat eine Debatte über die Reform des deutschen Fahrplans ausgelöst.

Die Ergebnisse der Bohrungen werden eine entscheidende Rolle bei der endgültigen Festlegung der Strecke zwischen Bielefeld und Hannover spielen. Angesichts des wachsenden öffentlichen Drucks prüft der Bundestag nun die Bedenken der betroffenen Gemeinden. Die Deutsche Bahn strebt an, alle Erkundungsarbeiten vor 2026 abzuschließen.

Die Geschichte wird am 7. November im Morgenmagazin der ARD ab 5:30 Uhr sowie in der Lokalzeit des WDR um 19:30 Uhr thematisiert.

Quelle