DeepL trennt sich von 250 Mitarbeitern – KI soll Routineaufgaben übernehmen
Angelina ReinhardtDeepL trennt sich von 250 Mitarbeitern – KI soll Routineaufgaben übernehmen
KI-Übersetzungsdienst DeepL streicht 250 Stellen – ein Viertel der Belegschaft
Der KI-gestützte Übersetzungsdienst DeepL hat etwa 250 Arbeitsplätze abgebaut – das entspricht rund einem Viertel seiner Mitarbeiter. Der Schritt erfolgt im Zuge einer Neuausrichtung des Unternehmens, das sich stärker auf die Integration von KI und Echtzeit-Sprachübersetzung konzentrieren will. Gründer Jarosław Kutylowski gab die Entlassungen auf LinkedIn bekannt und bezeichnete sie als Teil einer umfassenden strategischen Neuordnung.
Die Stellenstreichungen trafen viele Beschäftigte unerwartet. Ein Mitarbeiter äußerte sich auf LinkedIn schockiert über die Entscheidung. Kutylowski begründete die Kürzungen damit, dass man die Abläufe verschlanken und zu kleineren, spezialisierteren Teams übergehen wolle.
DeepL, 2017 gegründet, wurde Anfang 2024 mit rund zwei Milliarden US-Dollar bewertet. Dennoch verzeichnete das Unternehmen 2023 ein negatives Betriebsergebnis (EBIT), und weitere Verluste werden in naher Zukunft erwartet. Im Rahmen der Umstrukturierung sollen menschliche Mitarbeiter kreativere Aufgaben übernehmen, während KI Routinearbeiten übernimmt.
Gleichzeitig erweitert DeepL seine Ambitionen: Ein neues Büro in San Francisco soll den Ausbau der Echtzeit-Sprach-zu-Sprach-Übersetzung vorantreiben. Zudem hat das Unternehmen einen autonomen KI-Agenten eingeführt – ein Zeichen für den generellen Wandel hin zu KI-gesteuerten Lösungen in allen Geschäftsbereichen.
Die Entlassungen markieren einen tiefgreifenden Wandel für DeepL, das die KI-Entwicklung nun priorisiert. Mit dem neuen US-Standort und dem Fokus auf Sprachübersetzung setzt das Unternehmen auf Automatisierung, um künftiges Wachstum zu fördern. Die Restrukturierung folgt auf finanzielle Verluste und das Bestreben, schlankere und effizientere Strukturen zu schaffen.






