Cylib baut Europas größtes Lithium-Ionen-Batterie-Recyclingwerk in NRW
Cylib erhält 26,1 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln für großes Lithium-Ionen-Batterie-Recyclingwerk
Das Unternehmen Cylib hat EU-Fördergelder in Höhe von 26,1 Millionen Euro für den Bau einer großen Recyclinganlage für Lithium-Ionen-Batterien erhalten. Die Anlage entsteht im CHEMPARK Dormagen in Nordrhein-Westfalen. Nach ihrer Inbetriebnahme soll sie bis zu 140.000 Batterien aus Elektrofahrzeugen pro Jahr verarbeiten.
Die Mittel stammen aus dem EFRE/JTF-Programm der Europäischen Union in NRW, das Teil der Initiative „Produktiv.NRW“ ist. Sie decken die erste Ausbauphase der Anlage, deren Eröffnung für 2027 geplant ist. Das Werk wird das von Cylib entwickelte OLiC-Verfahren nutzen, um mehr als 90 Prozent der kritischen Rohstoffe aus gebrauchten Batterien zurückzugewinnen.
Im Mittelpunkt steht die Aufbereitung von „Black Mass“ – einer Mischung aus Batteriekomponenten –, um Lithium, Graphit, Kobalt, Nickel und Mangan zu extrahieren. Diese Materialien sind für die Produktion neuer Batterien unverzichtbar, insbesondere angesichts des wachsenden Absatzes von Elektrofahrzeugen. Aktuell ist jedes vierte neu verkaufte Fahrzeug weltweit ein E-Auto, was Europas Abhängigkeit von Batterierohstoffen weiter erhöht.
Dr. Lilian Schwich, Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin von Cylib, dankte der EU für die Unterstützung. Sie betonte, dass das Projekt Europa helfen werde, seine Abhängigkeit von Rohstoffimporten zu verringern. Die Anlage soll die Versorgungssicherheit stärken und die geopolitische Unabhängigkeit der Region bei strategischen Ressourcen fördern.
Das Werk in Dormagen wird eine Schlüsselrolle in Europas Batterie-Recyclinginfrastruktur einnehmen. Durch die effiziente Rückgewinnung kritischer Materialien trägt es dazu bei, die steigende Nachfrage des Elektrofahrzeugmarkts zu decken. Die Inbetriebnahme ist innerhalb der nächsten drei Jahre geplant.






