Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – kritische Sicherheitslücken entdeckt
Angelina ReinhardtCyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – kritische Sicherheitslücken entdeckt
Stadtwerke Detmold seit Montag Opfer eines schweren IT-Angriffs
Die Stadtwerke Detmold kämpfen seit Montag mit den Folgen eines massiven IT-Angriffs, durch den kritische Systeme lahmgelegt wurden – darunter Telefon- und E-Mail-Dienste. Wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtet, bleiben wichtige Versorgungsleistungen wie Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme jedoch unbeeinträchtigt.
Der Angriff hat zu flächendeckenden Ausfällen der digitalen Services des Unternehmens geführt. Kunden können derzeit keine Zählerstände übermitteln oder Online-Tools nutzen. Ein Hinweis auf der Startseite der Stadtwerke bestätigt den Ausfall aufgrund eines großflächigen IT-Problems.
Auch die Telefonleitungen, einschließlich des Kundenservice, sind mehr als zwölf Stunden nach dem Vorfall weiterhin gestört. Noch ist unklar, ob Kundendaten kompromittiert wurden. Die Behörden, darunter das Landeskriminalamt (LKA), wurden informiert und ermitteln in dem Fall.
Erste Erkenntnisse deuten auf gravierende Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur des Unternehmens hin. Veraltete Systeme wie PHP-Skripte aus dem Jahr 2013 und Windows Server 2003 R2 seien demnach ungeschützt im Internet zugänglich gewesen. Der Zugriff auf diese unsicheren Systeme wurde erst am Montagabend unterbunden – wie lange sie zuvor angreifbar waren, ist noch ungeklärt.
Trotz des Cyberangriffs hält der Versorger die grundlegenden Dienstleistungen aufrecht. Viele administrative Funktionen bleiben jedoch weiterhin offline, während die Ermittlungen laufen. Die Behörden prüfen noch das volle Ausmaß der Schäden – sowohl in Bezug auf Kundendaten als auch auf die Systemsicherheit.






