Clinomics Mona-TeleICU revolutioniert Intensivmedizin in vier europäischen Ländern
Micha SeipClinomics Mona-TeleICU revolutioniert Intensivmedizin in vier europäischen Ländern
Clinomics Mona-TeleICU-Plattform expandiert in Europa – vier Länder setzen das System bereits ein
Die von einem deutschen Health-Tech-Unternehmen entwickelte Mona-TeleICU-Plattform von Clinomic breitet sich in Europa aus: Mittlerweile nutzen Krankenhäuser in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden das System, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Intensivmedizin durch sicheren Echtzeit-Datenaustausch zu verbessern.
Gegründet wurde Clinomic 2019 als Ausgründung der RWTH Aachen. Das Unternehmen wird von Dr. Lukas Martin (CEO) und Dr. Arne Peine (CTO) geleitet – beide sind weiterhin als Intensivmediziner tätig. Ihre Mona-TeleICU-Lösung ist mit dem Mona-PDMS (Patient Data Management System) verknüpft und entspricht dem HL7-FHIR-Standard, was die Kompatibilität mit anderen klinischen Plattformen und Medizingeräten gewährleistet.
Die Plattform ist als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert und nutzt Ende-zu-Ende-verschlüsselte Peer-to-Peer-Verbindungen, um Audio, Video und Live-Patientendaten sicher zu übertragen. Dadurch erhalten Ärztinnen und Ärzte – unabhängig von ihrem Standort – einen vollständigen Überblick über alle relevanten Patientendaten.
In Deutschland ist Mona TeleICU bereits in mehreren Krankenhausnetzwerken im Einsatz. Das System ermöglicht schnelle Konsile und stärkt die interdisziplinäre Teamarbeit. Unterstützt wird dies durch KI-Funktionen, etwa für Spracherkennung, Dokumentation oder klinische Aufgaben wie die Diktate von Berichten oder die Überwachung von Vitalwerten.
Zudem erhält Clinomic Fördergelder für seine Beteiligung am EU-Projekt "ICUdata4Europe" im Rahmen des Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS). Ziel ist es, den Datenaustausch in der Intensivmedizin europaweit weiter auszubauen.
Bis März 2026 soll Mona TeleICU in Kliniken und Gesundheitsnetzwerken in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden aktiv sein. Durch sicheren Datenaustausch und KI-gestützte Prozesse soll die Effizienz in der Intensivmedizin gesteigert werden – ein wichtiger Schritt hin zu einer vernetzteren und reaktionsfähigeren Gesundheitsversorgung in Europa.