Bürgerinitiativen in Langenfeld und Kempen beleben die Demokratie vor Ort
Micha SeipBürgerinitiativen in Langenfeld und Kempen beleben die Demokratie vor Ort
In ganz Deutschland engagieren sich Kommunen mit lokalen Initiativen für die Stärkung der Demokratie. In Langenfeld versammelten sich kürzlich 4.000 Menschen bei einer Kundgebung, während Kempen eine Ausstellung und eine öffentliche Diskussion zu dem Thema vorbereitet. Bürgerinnen, Bürger und Expert:innen betonen gleichermaßen, wie wichtig Engagement und kreative Ansätze sind, um demokratische Werte zu bewahren.
Das Bündnis "Wir für Demokratie" in Langenfeld hat sich zu einer treibenden Kraft für bürgerschaftliches Engagement entwickelt. Mit 61 Partnerorganisationen veranstaltet die Gruppe regelmäßig Formate, um die Teilhabe der Bevölkerung zu fördern. Eva Kirbisch, eine der Hauptorganisatorinnen, erklärt, dass es ihnen darum gehe, Demokratie erlebbar und ansprechend zu gestalten. "Demokratie muss Spaß machen", sagt sie und verweist auf den Erfolg der jüngsten prodemokratischen Kundgebung, die 4.000 Teilnehmende anzog.
Unterdessen bereitet sich in Kempen das Bündnis "Demokratie – Jetzt!" auf seine nächste Veranstaltung vor. Die Initiative, die im Frühjahr 2021 von acht Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen wurde, eröffnet am 6. Mai um 16 Uhr im Rathaus am Buttermarkt die Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes". Im Anschluss lädt ein World Café die Besucher:innen ein, sich auszutauschen und kreative Lösungen für demokratische Herausforderungen zu entwickeln.
Der Politikwissenschaftler Professor Klaus Peter Hufer unterstreicht die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Handelns. Er erinnert an den 18. März als prägendes Datum der deutschen Demokratiegeschichte und lobt den Einsatz der Langenfelder Bürger:innen. Erst kürzlich trafen sich dort über 100 Menschen, um über Wege zum Schutz und zur Förderung der Demokratie in ihrer Kommune zu diskutieren.
Die Beispiele aus Langenfeld und Kempen zeigen, wie lokale Gruppen Demokratie lebendig und inklusiv gestalten. Ausstellungen, Diskussionsformate und große Kundgebungen bringen Menschen zusammen, um Wissen zu teilen und ihre Gemeinschaft aktiv mitzugestalten. Beide Bündnisse erweitern ihre Aktivitäten kontinuierlich und schaffen in den kommenden Monaten weitere Möglichkeiten für öffentliche Beteiligung.






