03 April 2026, 00:30

Brantner bremst Grünen-Pläne für einen verpflichtenden Nationaldienst

Grünen-Logo mit einem grünen Kreis mit weißer Umrandung und Stern, der die zentrierte weiße Schrift "Grüne Partei" in fetter Serifenschrift enthält.

Brantner bremst Grünen-Pläne für einen verpflichtenden Nationaldienst

Grünen-Chefin Franziska Brantner zeigt sich zurückhaltend zu Pläne für einen Pflichtdienst

Die Vorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, hat sich vorsichtig zu einem Vorschlag für einen verpflichtenden nationalen Dienst geäußert. Die Idee, die auf dem Parteitag Ende November debattiert werden soll, stößt bei jüngeren Wählerinnen und Wählern auf geteilte Reaktionen. Brantner erkannte deren Frustration über die Regierungspolitik an, skizzierte jedoch gleichzeitig alternative Ansätze.

Unterstützung erhält der Vorschlag von prominenten Grünen wie Mona Neubaur, Katharina Fegebank, Katharina Schulze, Tarek Al-Wazir und Anton Hofreiter. Brantner selbst lehnte einen generellen Pflichtdienst jedoch ab. Stattdessen schlug sie vor, den Wehrdienst attraktiver zu gestalten und ein freiwilliges Registrierungssystem für über 18-Jährige einzuführen.

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Brantner betonte, dass in Krisensituationen vielfältige Fähigkeiten entscheidend seien. Sie verwies auf mögliche Beiträge etwa eines 45-jährigen Drohnenprogrammierers oder einer 51-jährigen Köchin. Gleichzeitig bekräftigte die Co-Vorsitzende, dass das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung unverändert bleibe.

Über die Verteidigungspolitik hinaus forderte Brantner einen generationenübergreifenden Gesellschaftsvertrag. Sie plädierte für mehr Bildungsgerechtigkeit, stärkeren Klimaschutz und Sozialpolitik, die allen Altersgruppen zugutekommt. Die Debatte um den Pflichtdienst wird im Mittelpunkt stehen, wenn die Grünen später in diesem Monat zusammenkommen.

Auf dem Parteitag Ende November wird der Vorschlag offiziell beraten. Brantners Fokus auf freiwillige Teilnahme und die Vielfalt der Kompetenzen gibt bereits die Richtung der Diskussion vor. Das Ergebnis könnte künftige Politiken zu nationalem Dienst und generationengerechter Gestaltung prägen.

Quelle