03 May 2026, 08:33

Bochums historische Autobahnkirche steht für 780.000 Euro zum Verkauf – wer rettet das Bauhaus-Juwel?

Alte steinerne Kirche an einer Straßenecke mit umliegenden Gebäuden, Straßeninfrastruktur und Fahrzeugen unter einem klaren blauen Himmel.

Bochums historische Autobahnkirche steht für 780.000 Euro zum Verkauf – wer rettet das Bauhaus-Juwel?

Historische Kirche in Bochums Stadtteil Hamme steht zum Verkauf – Kongregation kann Unterhalt nicht mehr tragen

Die Epiphanias-Kirche im Bochumer Stadtteil Hamme ist für 780.000 Euro zum Verkauf angeboten worden, nachdem die Gemeinde die laufenden Kosten für den Erhalt nicht mehr aufbringen konnte. Das markante Gotteshaus liegt direkt an der vielbefahrenen Autobahn A40 und dient als Autobahnkirche – ein Ort der stillen Einkehr für Reisende. Ihr einzigartiger Bauhaus-Stil und der Denkmalschutz verleihen ihr einen besonderen Charme.

Seit 2010 ist die Kirche offiziell als Autobahnkirche anerkannt und Teil der Route der Industriekultur. Ihr dunkler Ziegelstein-Turm, geschmückt mit einem Banner „Ein Ort der Besinnung neben der Schnellstraße“, empfängt Besucher täglich für mehrere Stunden. Im Inneren beeindrucken eine Orgel, die originalen Gussstahlglocken aus den 1930er-Jahren sowie ein dreistöckiges Gemeinschaftszentrum, dessen Etagen jeweils fast 140 Quadratmeter umfassen. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählen eine jährliche Gedenkfeier für Verkehrsopfer und besondere Segnungsgottesdienste für Motorradfahrer.

Im vergangenen Jahr schloss sich die Epiphanias-Gemeinde mit einer Nachbargemeinde zusammen, wodurch sie nun für zwei Kirchen und deren Kosten verantwortlich ist. Als Freikirche, die sich ausschließlich aus Spenden finanziert, machen schrumpfende Mitgliederzahlen und sinkende Besucherzahlen die Instandhaltung unmöglich. Ein neuer Eigentümer muss jedoch Auflagen beachten: Der Denkmalschutz verbietet einen Abriss.

Der Immobilienmakler sieht über die kirchliche Nutzung hinaus Potenzial – etwa für kulturelle Veranstaltungen. Erste Anfragen deuten darauf hin, dass der Raum für Konzerte, Ausstellungen oder Gemeinschaftsveranstaltungen genutzt werden könnte. Der Verkaufspreis beträgt 780.000 Euro, zuzüglich Makler- und Notargebühren. Zwar steht die künftige Nutzung noch nicht fest, doch der Denkmalschutz sichert den Erhalt der architektonischen und historischen Bedeutung. Die Entscheidung der Gemeinde spiegelt die wachsenden Herausforderungen wider, vor denen kleine religiöse Gemeinschaften beim Erhalt ihrer historischen Stätten stehen.

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