17 March 2026, 02:22

Bayer kämpft mit Milliardenverlust – doch Kerendia und Supreme-Court-Urteil geben Hoffnung

Ein altes Buch mit einer Zeichnung eines Thermometers, das mit 'Bayer Thermometer Patent No. 263,649' beschriftet ist.

Bayer kämpft mit Milliardenverlust – doch Kerendia und Supreme-Court-Urteil geben Hoffnung

Bayer durchlebt ein schwieriges Geschäftsjahr: 3,6 Milliarden Euro Verlust und fast 30 Milliarden Euro Nettoverschuldung für 2025. Doch aktuelle klinische Erfolge und eine bevorstehende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA könnten dem angeschlagenen Pharmakonzern etwas Entlastung verschaffen.

Das Medikament Kerendia (Finerenon) verzeichnet starke Fortschritte. Bereits in über 100 Ländern außerhalb der USA für die Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen im Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes zugelassen, erreichte es kürzlich sein primäres Ziel in einer Phase-III-Studie mit nicht-diabetischen Patienten. Bayer plant nun, die Daten für eine Ausweitung der Anwendung auf ein breiteres Spektrum von Nierenpatienten einzureichen.

Gleichzeitig bleibt der juristische Druck bestehen. Der US-Supreme Court wird am 1. April 2026 über die Warnhinweise auf Roundup-Produkten verhandeln; ein Urteil wird für Mitte Juni erwartet. Die Klagen belasten die Finanzen des Konzerns seit Langem, doch die Pharmasparte zeigt sich stabil.

Am selben Tag wie die Supreme-Court-Anhörung stimmen die Aktionäre auf der Hauptversammlung über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie ab.

Ein positives Urteil des Obersten Gerichtshofs in Kombination mit der möglichen Markterweiterung von Kerendia könnte Bayers finanzielle Lage entspannen. Der Erfolg des Medikaments in den Studien könnte den Zugang zu einer größeren Patientengruppe ebnen und die langfristigen Aussichten des Unternehmens verbessern. Bis dahin werden Investoren und Analysten die weiteren rechtlichen und regulatorischen Entwicklungen genau beobachten.

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