Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Angelina ReinhardtAus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk – Kreistag Borken gibt grünes Licht
Auf einer stillgelegten Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark, nachdem der Kreistag Borken das Vorhaben genehmigt hat. Das Projekt soll das schwer nutzbare Gelände in eine Quelle erneuerbarer Energien verwandeln. Langfristig erhoffen sich die Verantwortlichen zudem sinkende Entsorgungskosten für die Anwohner.
Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) wird den Bau des Solarparks begleiten. Aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse eignet sich das Gelände für die meisten Nutzungen nicht – die Stromerzeugung durch Photovoltaik bietet hier jedoch eine praktikable Lösung.
Fertigstellung bis Mitte 2025 nötig, um Fördergelder zu sichern Damit das Projekt staatliche Förderung erhält, muss der Solarpark bis Mitte 2025 fertiggestellt werden. Bei Erfolg könnte es als Vorbild für ähnliche Vorhaben in ganz Nordrhein-Westfalen dienen. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind in der Region drei große Solarparks auf ehemaligen Deponien entstanden oder geplant worden: ein 20-Megawatt-Park in Marl (fertiggestellt 2022), ein 15-Megawatt-Projekt in Krefeld (geplant für 2023) sowie eine 25-Megawatt-Anlage in Dortmund (Abschluss 2025).
Speichermöglichkeiten für Windstrom geprüft Neben der Solarenergie wird auch die Nutzung des Geländes für Energiespeicher diskutiert. Dadurch ließe sich überschüssiger Windstrom zwischenspeichern – ein weiterer Schritt, um die Deponie zu einem Standort für erneuerbare Energien auszubauen.
Geringere Gebühren für Haushalte möglich Der Solarpark könnte zudem die Unterhaltskosten der Deponie senken und so langfristig die Abfallgebühren für die Haushalte in der Region verringern. Da die Bauarbeiten bald beginnen sollen, geht der Kreis davon aus, die Förderfrist 2025 einzuhalten. Das Projekt reiht sich ein in den wachsenden Trend, stillgelegte Deponien in Nordrhein-Westfalen für saubere Energie zu reaktivieren.