Apotheker warnen vor finanziellen Engpässen und Versorgungslücken in NRW
Halil KramerApotheker warnen vor finanziellen Engpässen und Versorgungslücken in NRW
Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich mit dem CDU-Landesabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Belastungen im Apothekensektor zu sprechen. Bei dem Gespräch ging es um finanzielle Engpässe, Versorgungslücken in der Notfallbetreuung und die für den 23. März geplanten Proteste.
Lohmann betonte die prekäre finanzielle Situation vieler Apotheken und erklärte, dass der Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente nach wie vor die Haupteinnahmequelle darstelle. Der Absatz rezeptfreier Produkte bringe hingegen nur begrenzte Zusatzerlöse. Eine faire Vergütung sei seiner Ansicht nach unverzichtbar, um den Fortbestand lokaler Apotheken zu sichern und die Löhne des Personals zu verbessern.
Der Apotheker warnte zudem vor dem Rückgang der Apothekenzahlen und wies darauf hin, dass Schließungen keineswegs nur ein Problem ländlicher Regionen seien. So müssten Patienten im Norden Essens aufgrund der geringeren Apothekendichte weitere Wege für Nacht- und Notdienste in Kauf nehmen. Schrumpf erkannte diese Herausforderungen an und räumte ein, dass die Gebührenstrukturen seit Jahren unverändert geblieben seien.
Obwohl Schrumpf als Landespolitiker nur begrenzten Spielraum habe, versprach er, die Anliegen auf Bundesebene vorzubringen. Zudem sagte er zu, sich für stabile Finanzierungskonzepte und eine bessere Bezahlung der Kernleistungen von Apotheken einzusetzen.
Das Treffen endete mit Schrumpfs Unterstützung für die geplanten Proteste am 23. März. Lohmanns Forderungen nach fairen Löhnen, besserer Erreichbarkeit der Versorgungsangebote und finanzieller Planbarkeit sollen nun auf höherer politischer Ebene diskutiert werden. Die Ergebnisse könnten künftige Richtlinien für Apotheken in der gesamten Region prägen.