23 March 2026, 20:36

250 Prominente fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Missbrauchsfälle

Frauen in grünen T-Shirts bei einer Demonstration, die weiße Schilder halten, mit vielen anderen Mädchen im Hintergrund.

250 Prominente fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Missbrauchsfälle

Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen in Deutschland hat einen Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung männlicher Gewalt vorgestellt. Zu der Gruppe gehören Politikerinnen, Aktivistinnen, Unterhalterinnen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich für dringende rechtliche und digitale Reformen einsetzen. Ihre Forderungen reichen von strengeren Gesetzen zur sexuellen Einwilligung bis hin zum Verbot schädlicher, KI-generierter Inhalte.

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Die Initiative fordert ein Verbot sogenannter "Entkleidungs-Apps", die mithilfe künstlicher Intelligenz Kleidung von Abbildungen ohne Zustimmung entfernen. Zudem soll die nicht einvernehmliche Erstellung sexualisierter Deepfake-Inhalte unter Strafe gestellt werden.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einführung von "Femizid" als eigenständigen Straftatbestand im Strafgesetzbuch. Damit würden Tötungen von Frauen aus geschlechtsspezifischen Motiven als eigenständiges Verbrechen klassifiziert. Die Gruppe drängt außerdem auf die Übernahme eines "Zustimmungsmodells" im Sexualstrafrecht, wonach Schweigen oder Passivität nicht länger als Einwilligung gelten dürfen.

Die Frauen fordern zudem ein Digitales Schutzgesetz, das sicherstellt, dass schädliche Inhalte schnell entfernt und Täter identifiziert werden. Zu den Unterstützerinnen des Bündnisses zählen SPD-Chefin Bärbel Bas, die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner, Moderatorin Carolin Kebekus, Schauspielerin Veronica Ferres, Musikerin Nina Chuba und Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Obwohl die Grünen-Politikerin Ricarda Lang bereits einen Zehn-Punkte-Plan gegen sexualisierte digitale Gewalt vorgelegt hatte, gab es bisher keine offizielle Reaktion der Regierung oder legislative Schritte.

Die Vorschläge zielen darauf ab, den rechtlichen Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt und digitalem Missbrauch zu stärken. Sollten sie umgesetzt werden, würden sie eine bedeutende Wende in der Art und Weise markieren, wie Deutschland mit sexueller Einwilligung, Online-Belästigung und Straftaten gegen Frauen umgeht. Die Bundesregierung hat bisher noch keine konkreten Maßnahmen als Reaktion auf die Forderungen des Bündnisses angekündigt.

Quelle