07 June 2026, 02:22

120 Meter hoher Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven mit kontrollierter Sprengung abgerissen

Uniper sprengt Kühlturm für wasserstoffbereites Kraftwerk in Scholven

120 Meter hoher Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven mit kontrollierter Sprengung abgerissen

120 Meter hoher Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven gesprengt

Am 6. September 2025 wurde ein gewaltiger Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Der Abriss markiert einen wichtigen Schritt im Plan des Energieunternehmens Uniper, am Standort die Kohleverstromung durch klimafreundlichere Energien zu ersetzen.

Uniper hatte mit dem Rückbau des Kohleblocks in Gelsenkirchen-Scholven bereits im April 2024 begonnen. In der jüngsten Phase wurde nun ein 120 Meter hoher Kühlturm mit 60 Kilogramm Sprengstoff gesprengt. Die Sprengmeisterin Ulrike Matthes von der Thüringer Sprengmittel GmbH leitete die Detonation, um sicherzustellen, dass das Bauwerk gezielt in die vorgesehene Richtung einstürzte.

Aus Sicherheitsgründen galt eine 300 Meter große Sperrzone, die zwischen 9:00 und 13:00 Uhr durchgesetzt wurde. Die rund 11.000 Tonnen Betonschutt des Turms werden vor Ort recycelt und dienen dazu, die durch den Abriss entstandenen Baugruben aufzufüllen. Dieses Vorgehen reduziert Abfall und unterstützt die Neugestaltung des Geländes.

Dr. Lars Wiese, der Werksleiter, bezeichnete die Sprengung als „sichtbares Symbol für den Ausstieg aus der Kohle in Scholven“. Auf dem freigeräumten Gelände soll ein neues Gaskraftwerk entstehen, das später vollständig mit Wasserstoff betrieben werden kann. Weitere Abrissarbeiten sind für 2026 geplant – alles Teil der Energiewende am Standort.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Abriss ebnet den Weg für ein wasserstofftaugliches Gaskraftwerk und entspricht damit den Dekarbonisierungszielen von Uniper. Die recycelten Materialien des Turms werden bei der Vorbereitung des Geländes für künftige Bauvorhaben wiederverwendet. Das Projekt steht exemplarisch für die Bestrebungen, die Energieinfrastruktur zu modernisieren, ohne dabei die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Quelle