07 May 2026, 00:25

10-Euro-Gebühr für Gräfrather Marktfest spaltet Solinger Seniorenbeirat und Veranstalter

Ein Plakat mit einem Insulinfläschchen auf der rechten Seite und dem Text "Wir haben Insulin für Senioren auf 35 Dollar pro Monat begrenzt. Es ist Zeit, das für alle zu tun."

10-Euro-Gebühr für Gräfrather Marktfest spaltet Solinger Seniorenbeirat und Veranstalter

Der Solinger Seniorenbeirat hat sich gegen die neue Eintrittsgebühr von 10 Euro für das Gräfrather Marktfest ausgesprochen. Die Arbeitsgruppe „Altersarmut“ argumentiert, dass die Kosten für ältere Bürger mit knappen Budgets unzumutbare Hürden schaffen. Die Veranstalter rechtfertigen die Gebühr mit gestiegenen Sicherheitsausgaben, doch Kritiker warnen, sie gefährde den offenen und inklusiven Charakter des Festes.

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Die Debatte entbrannte, nachdem die Organisatoren die Gebühr einführten – als Gegenleistung gibt es lediglich einen 2-Euro-Essensgutschein. Für viele Rentner bleibt von ihrem ohnehin schon strapazierten Einkommen kaum etwas übrig. Der Beirat betont, dass ein einzelner kostenloser Familientag älteren Menschen, die allein leben, wenig nützt. Sie sollten das gesamte Fest besuchen können.

Das Marktfest war lange ein wichtiger sozialer Treffpunkt für Senioren, der Begegnungen und Austausch ermöglichte. Doch die steigenden Kosten bedrohen diese Funktion. Kritiker befürchten, dass sich die Veranstaltung von einem Gemeinschaftsfest zu einem exklusiven Ausflug wandeln könnte. Der Beirat fordert fairere Lösungen wie gestaffelte Preise, Seniorenrabatte oder zusätzliche städtische Zuschüsse, um die finanzielle Belastung zu mildern.

Hinter dem Streit steht ein größeres Problem: Die Altersarmut in Solingen nimmt zu, viele können sich selbst kleine Annehmlichkeiten kaum noch leisten. Der Beirat besteht darauf, dass Gemeinschaftsveranstaltungen für alle zugänglich bleiben müssen – ein Balanceakt zwischen Haushaltszwängen und sozialer Teilhabe.

Die 10-Euro-Gebühr bleibt vorerst bestehen, doch der Druck auf eine Neuregelung wächst. Ohne Änderungen könnte die Zukunft des Festes als inklusive Veranstaltung auf dem Spiel stehen. Die Forderung des Beirats nach Lösungen spiegelt die größeren Sorgen um Bezahlbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe in der Stadt wider.

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